Programm* Praxisforum Elektrische Antriebstechnik 2020 in Würzburg

Dienstag, 13. Oktober 2020

09:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
09:50 Uhr
Begrüßung zum ersten Veranstaltungstag
Referent: Gerd Kucera  | Vogel Communications Group

10:00 Uhr

Themen-Schwerpunkt am Vormittag: Was Entwickler von Antriebselektronik wissen müssen
10:00 Uhr: Keynote: Konsequente Sorgfalt in allen Details: wie Sie Katastrophen verhindern! mehr
Lernziel: Vermittelt wird Basiswissen zur Haftung, wenn auf Autonomie getrimmte Systeme versagen.


Ein Leben ohne Technik ist kaum mehr vorstellbar. An vielen Stellen greift sie unterstützend und erleichternd in unseren Alltag ein. Sie bringt Sicherheit in unser Leben und ermöglicht uns die vertrauensvolle Nutzung.
Wären da nicht die Vorfälle, die durch ihre katastrophalen Auswirkungen aufzeigen, wie fragil eine vertrauensselige Haltung ist und wie durch das Wegschauen auf neuralgische Punkte eine Katastrophe ihren Lauf nehmen kann.
Die rechtliche Aufbereitung und Zuordnung von Verantwortlichkeiten, die Haftungsverteilung, ist ähnlich komplex wie die Technik, die im System zum Einsatz kam.
Im Vortrag wird, angelehnt an einen aktuellen Unglücksfall, die rechtliche Haftungssystematik erläutert. Und es werden auch Wege aufgezeigt, die die Wiederholung einer Katastrophe verhindern.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Einblick in unser Haftungssystem
Referent: Susanne Meiners | NewTec

Susanne Meiners studierte Jura an der Universität Augsburg. Sie arbeitete nach dem Studium als Rechtsanwältin und zusätzlich als Dozentin im Bereich Zivilrecht. Für die Firma NewTec ist sie seit über sieben Jahren in der Abteilung Safety & Security für juristische Fragestellungen zuständig und bietet Schulungen und Workshops an, deren Ziel es ist, bei Unternehmen ein Bewusstsein zu rechtlichen Haftungsthemen zu entwickeln und sie dabei zu unterstützen, ihre Produktqualität zuverlässig und nachhaltig zu verbessern. Zusätzlich ist sie als Coach und zur Mediatorin ausgebildet und agiert als Trainerin in Unternehmen mit Themenschwerpunkten im Bereich Change Management, Leadership und Teamentwicklung.

10:40 Uhr: Wo und warum juristische Gründe greifen: Die applikationsbezogene Bauteil-Qualifikation für Automotive- und Industrie-Entwicklungen. mehr
Lernziel: Die Trennlinie zwischen ATV und CAV erkennen und damit umgehen.


Obwohl Busse, Lieferfahrzeuge, LKW und PKW den gleichen Verkehrsraum nutzen gibt es deutliche Unterschiede sowohl in der Auslegung der Antriebe als auch in der Art der verwendeten Halbleiter.
Der Vortrag zeigt die technischen und juristischen Hintergründe auf und erläutert den Einfluss der Sicherheitsnorm ISO26262, die Fragen der Produkthaftung sowie die Anwendung der AGQ324 im Hinblick auf den Einsatz von Leistungshalbleitern im Antriebsstrang von kommerziell eingesetzten Fahrzeugen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Warum die ISO26262 nicht auf Leistungshalbleiter angewendet werden kann
  • Warum die AQG324 nicht für Großfahrzeuge gilt
  • Unterschiede in der Auslegung von Antriebssträngen bei LKW und PKW

Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Technologies

Dr. Martin Schulz arbeitet seit 2005 bei Infineon. 2011 trat er der Gruppe "Application Engineering" bei. Hier verantwortet er die Themengebiete "Elektrisches Großfahrzeug", "Thermisches Management" und "Kontaktierungstechnologien". Er hat seinen Doktor am Institut für Leistungselektronik und elektrische Antriebe der Universität Siegen erworben, hält eine Reihe von Patenten im Umfeld der Leistungshalbleiter und ist Senior IEEE-Mitglied.

11:20 Uhr: Kaffeepause
11:50 Uhr: Der Doppelpulsversuch: Charakterisierung und Messung von Leistungshalbleitern mit Laborbeispielen. mehr
Lernziel: Den Doppelpuls in Durchführung und Interpretation verstehen.


Der Vortrag beschreibt einen effizienten Versuchsaufbau, der die exakte Bestimmung der Schaltverluste von Leistungshalbleitern ermöglicht.
Anhand von realen Messergebnissen zeigt der Vortrag, wie die Ein- und Ausschaltverluste an einem schaltenden Halbleiter entstehen und zu bestimmen sind.
Der Teilnehmer erfährt ausserdem, welchen Einfluss die für die Messung gewählten Randbedingungen auf den Datenblattwert eines Bauteils haben.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Aufbau einer Anordnung zur Bestimmung charakteristischer Größen am Halbleiter
  • Auswertung der Messergebnisse zur Ermittlung der dynamischen Verluste am Halbleiter
  • Einfluss der Mess-Systematik auf den Datenblattwert
Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Technologies

Dr. Martin Schulz arbeitet seit 2005 bei Infineon. 2011 trat er der Gruppe "Application Engineering" bei. Hier verantwortet er die Themengebiete "Elektrisches Großfahrzeug", "Thermisches Management" und "Kontaktierungstechnologien". Er hat seinen Doktor am Institut für Leistungselektronik und elektrische Antriebe der Universität Siegen erworben, hält eine Reihe von Patenten im Umfeld der Leistungshalbleiter und ist Senior IEEE-Mitglied.

12:30 Uhr: Messungen an Leistungshalbleitern und elektrischen Antrieben im statischen und dynamischen Betrieb mit dem Digitalspeicheroszilloskop (elektrische und mechanische Leistung via Sensorik zeitsynchron erfassen). mehr
Lernziel: Analyse der Betriebszustände, Fehlersuche, Optimierungen.



Für Messungen an elektrischen Antrieben oder Motoren werden oft mehrere Messgeräte parallel verwendet um die unterschiedlichen Signale messtechnisch zu erfassen. Der Nachteil ist hierbei, dass der Anwender entweder mehrere Messgeräte untereinander, oder die mit den verschiedenen Messgeräten erfassten Daten im Nachhinein in einer Auswertesoftware synchronisieren muss.

Teledyne LeCroy bietet mit dem MDA8000HD Digitalspeicheroszilloskop eine Messlösung, mit der alle relevanten Messungen an einem elektrischen Antrieb mit einem einzigen Gerät zeitlich synchron durchgeführt werden können. Die Messmöglichkeiten umfassen unter anderem die Bewertung der Schaltverluste einzelner Leistungshalbleiter oder Messungen an elektrischen Antrieben (Spannungsversorgung, Zwischenkreis, Motorsignale und Sensoren) und dies im statischen oder dynamischen Betrieb.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Dynamisch Leistungsanalyse, Fehlersuche, Optimierung von Motoransteuerungen
Referent: Gregor Hofferbert | Teledyne LeCroy

Gregor Hofferbert ist seit 2007 bei Teledyne LeCroy als Field Application Engineer tätig und Produktspezialist für den Bereich Leistungsmessungen und den Motor Drive Analyzer MDA8000HD.

13:10 Uhr
Mittagspause

14:10 Uhr

Themen-Schwerpunkt am Nachmittag: Parasitäre Effekte vermeiden oder clever nutzen
14:10 Uhr: Einfluss des Lastprofils auf die Auswahl und Auslegung von Leistungshalbleitern mehr
Lernziel: Wahl der richtigen Topologie und Betrachtung der thermischen Situation.


Der Vortrag vermittelt einen Einblick in die Zusammenhänge zwischen der Anforderung einer Applikation und der Auswahl eines geeigneten Halbleiters. Insbesondere geht er darauf ein, wie ein Lastprofil dazu genutzt werden kann, die Lebensdauer eines Leistungselektronischen Ausfbaus abzuschätzen. In anspruchsvollen Applikationen wie Solara- und Windkraft oder elektrischen Großfahrzeugen kommen unterschiedlichste Anforderungen zusammen. Anhand des für die Applikation gegebenen Arbeits- oder Lastprofils wird deutlich, warum ein Umrichter in einer Applikation Jahre arbeiten, der gleiche Umrichter in einer anderen Applikation nach wenigen Wochen sein Lebensende erreicht haben kann.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Interpretation und Abschätzung des Lastprofils
  • Wie sich das Lastprofil auf die Lebensdauer von Leistungselektronik auswirkt
  • Welche Randbedingungen aus dem Lastprofil den Anspruch an die Leistungselektronik verschärfen
Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Technologies

Dr. Martin Schulz arbeitet seit 2005 bei Infineon. 2011 trat er der Gruppe "Application Engineering" bei. Hier verantwortet er die Themengebiete "Elektrisches Großfahrzeug", "Thermisches Management" und "Kontaktierungstechnologien". Er hat seinen Doktor am Institut für Leistungselektronik und elektrische Antriebe der Universität Siegen erworben, hält eine Reihe von Patenten im Umfeld der Leistungshalbleiter und ist Senior IEEE-Mitglied.

14:50 Uhr: Der Einfluss parasitärer Effekte (kapazitiv, induktiv) auf den Leistungsteil (konstruktiv). mehr
Lernziel: Erkennen, vermeiden und nutzen von parasitären Größen.



Parasitäre Größen ergeben sich immer dann, wenn reale Materialien zur Verwendung kommen. Jedes elektrische Bauelement hat dominante Eigenschaften, bringt aber immer auch Nebenwirkungen mit sich.
Neben den meist gutmütigen parasitären Widerständen sind es insbesondere parasitäre Induktivitäten und Kapazitäten, die dem Entwickler das Leben schwer machen.
Der Vortrag widmet sich der Darstellung der prominentesten, insbesondere transienten Effekten und zeigt auf, welche der parasitären Einflüsse stören oder sogar hilfreich sein können.
Aufbauend auf dem Doppelpulsversuch wird deutlich, wie man diese Effekte messtechnisch erfassen und bewerten kann.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Verständnis für die immer vorhandenen parasitären Größen und ihren Einfluss auf die Leistungselektronik
  • Größenordnungen und warum man Pikofarad, Nanohenry und Mikro-Ohm nicht generell vernachlässigen darf
  • Worauf man achten muß, was störend und was ggf. sogar hilfreich sein kann
Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Technologies

Dr. Martin Schulz arbeitet seit 2005 bei Infineon. 2011 trat er der Gruppe "Application Engineering" bei. Hier verantwortet er die Themengebiete "Elektrisches Großfahrzeug", "Thermisches Management" und "Kontaktierungstechnologien". Er hat seinen Doktor am Institut für Leistungselektronik und elektrische Antriebe der Universität Siegen erworben, hält eine Reihe von Patenten im Umfeld der Leistungshalbleiter und ist Senior IEEE-Mitglied.

15:30 Uhr: Kaffeepause
16:00 Uhr: DC-Kreise bezüglich parasitärer Größen optimieren mehr
Lernziel: geschickter Umgang mit parasitären Effekten.

DC-Kreise zur Anbindung von Leistungshalbleitern haben einen entscheidenden Einfluss auf das Schaltverhalten, die Verluste und die Zuverlässigkeit eines Designs.
Die richtige mechanische Konstruktion, ein passendes Layout und geschickt gewähltes Design führen zu Verbesserungen in der Performance bei gleichzeitig möglicher Reduktion der Anzahl der verwendeten Bauelemente.
Der Vortrag vermittelt, aufbauend auf dem Vortrag zu parasitären Größen, einen Einblick in geeignete Strukturen. Er zeigt auch auf, wie induktive Einflüsse reduziert und positive kapazitive EInflüsse durch das Design verstärkt werden können.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Grade in DC-Kreisen ist die Induktivität von maßgeblicher Bedeutung. Es wird demonstriert, wie sich diese Größe minimieren läßt
  • Parasitäre Kapazität kann im DC-Kreis durchaus sinnvoll sein - sie ist sogar gezielt einsetzbar
  • Worauf man achten muß, was störend und was ggf. sogar hilfreich sein kann
Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Technologies

Dr. Martin Schulz arbeitet seit 2005 bei Infineon. 2011 trat er der Gruppe "Application Engineering" bei. Hier verantwortet er die Themengebiete "Elektrisches Großfahrzeug", "Thermisches Management" und "Kontaktierungstechnologien". Er hat seinen Doktor am Institut für Leistungselektronik und elektrische Antriebe der Universität Siegen erworben, hält eine Reihe von Patenten im Umfeld der Leistungshalbleiter und ist Senior IEEE-Mitglied.

16:40 Uhr: Übertragung des heute Gelernten auf die Wide-Bandgap-Technik. mehr
Lernziel: Konsequenz aller Referate des Tages für die Antriebsentwicklung mit WBG-Leistungshalbleitern.
Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Technologies

Dr. Martin Schulz arbeitet seit 2005 bei Infineon. 2011 trat er der Gruppe "Application Engineering" bei. Hier verantwortet er die Themengebiete "Elektrisches Großfahrzeug", "Thermisches Management" und "Kontaktierungstechnologien". Er hat seinen Doktor am Institut für Leistungselektronik und elektrische Antriebe der Universität Siegen erworben, hält eine Reihe von Patenten im Umfeld der Leistungshalbleiter und ist Senior IEEE-Mitglied.

17:20 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages

Mittwoch, 14. Oktober 2020

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:50 Uhr
Begrüßung zum zweiten Veranstaltungstag
Referent: Gerd Kucera  | Vogel Communications Group
09:00 Uhr
Vorstellung der Table-Top-Aussteller

09:20 Uhr

Themen-Schwerpunkt am Vormittag: Wie Energieeffizienz-Normen Antriebskonzepte verändern
09:20 Uhr: Keynote: Antriebssysteme und Umweltaspekte aus Entwickler- und Unternehmenssicht. mehr
Lernziel: Entwickler lernen in Lebenszyklen zu denken (Wertschöpfungsketten, Kundennutzen, Entsorgung) sowie Carbon Footprints zu verstehen und ihren Stellenwert zu beurteilen, um künftige Marktbedürfnisse auch über die Energieeffizienz hinaus erfüllen zu können.


Der CO2-Fussabdruck oder „carbon footprint“ ist in aller Munde (CO2-Steuer, europäischen und deutschen CO2-Minderungsziele, internationales Parisabkommen). Er umfasst alle Treibhausgas relevanten Emissionen über den Lebenszyklus von Produkten. Für Elektromotoren und Antriebssysteme gilt hierbei: nicht nur der Stromverbrauch der Nutzungsphase ist anzugeben – umgerechnet in CO2 Emissionen, sondern auch die Emissionen der Herstellung und Entsorgung inklusive Logistik und Verpackung. Herausforderung Nummer zwei ist der Nutzer von Antriebssystemen also die Kunden. Sei es Automobilhersteller, Werkzeugmaschinenbauer oder Anlagenbauer für chemische Rohstofferzeugung. Sie alle wollen ihren Footprint senken und dazu müssen Antriebssysteme ihren Beitrag leisten und dies darf den Kunden nicht zusätzlich belasten. Der Vortrag befasst sich somit mit der Rolle des Entwicklers von Antrieben und deren Carbon Footprint wie auch Herausforderungen der Kunden zu verstehen wie z.B. CO2 Reporting (Scope 1, 2 und 3), CO2 Reduktion wie „science based targets“, zugesicherte „carbon neutrality“ (z.B. durch Offsetting) oder CO2 und Circular Economy Ansätze.
Referent: Dr.-Ing. Constantin Herrmann | thinkstep (a sphera company)

Dr.-Ing. Constantin Herrmann ist seit 2004 bei thinkstep (a sphera company) zuerst Bereichsverantwortlicher für produktbezogene Umweltbewertung, heute als Teamleiter „Metals, Manufacturing & Electronics“ tätig. Er studierte Maschinenbau an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg und promovierte am Institut für Kunststoffprüfung der Universität Stuttgart, wo er 7 Jahre als Bereichsverantwortlicher für Elektronik tätig war. Bei thinkstep erstreckt sich seine Verantwortung von der inhaltlichen Anleitung und Weitergabe der Marktexpertise bis hin zur Qualitätssicherung. Als Experte in Elektrik, Elektronik, Metalle und Recycling ist Herr Herrmann für alle europäisch und national geförderten Projekte in den Bereichen verantwortlich. Darüber hinaus leitet er als Principal Consultant Schlüsselprojekte aus der industriellen Fertigung, Elektrik und ausgewählten Metallen hauptsächlich mit Unternehmen der Industrie selbst. Schwerpunkt liegt auf der ökologischen Bewertung von Produkten und Produktsystemen und der strategischen Beratung zum Unternehmensmehrwert durch Nachhaltigkeit. Mit mehr als zwanzig Jahren Berufserfahrung auf dem Gebiet der Prozess- und Nachhaltigkeits-analyse ist er ein ausgewiesener Expert im Bereich Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment) und weist kontinuierlich über seinen beruflichen Werdegang fundierte Expertise in der industriellen Fertigung mit Schwerpunkt Elektrik und Elektronik auf. Dabei können ausgewählte Produkte und Entsorgungssysteme genannt werden wie Elektromotoren und elektromotorische Systeme (inkl. Frequenzumrichter, Gleichrichter oder Starter), Kupferkabel in Energienetzen, Transformatoren und elektrische Antriebe, seltene Erden, Magnete, Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik, Entsorgungssysteme über Kunststoff- und Metallrouten inkl. modernster Trenn- und Sortiertechnologien. Herr Herrmann verfügt über eine langjährige Erfahrung in Teamführung und Projektmanagement, ist in der Entwicklung von Ökobilanzmethoden, -software und -datenbanken aktiv integriert und verfügt über zahlreiche Kontakte in die Elektro- und Elektronikwirtschaft. Darüber hinaus hält er seit über 10 Jahren Vorlesungen zum Thema Ökobilanzierung als Gastdozent an unterschiedlichen Universitäten.

10:00 Uhr: Kaffeepause & Ausstellung
10:40 Uhr: Ecodesign: Wie die IEC/EN61800-9-X die Wirkungsgrad-Klassen für FU und FU-Motorkombination künftig definieren (Neuvorgaben/Regulierung). mehr
Lernziel: Entwickler, Zertifizierer und Hersteller von Motoren und FU erfahren Details zu gesetzlichen Verschärfungen ab Juli 2020/21.


Die Energieeffizienz ist eines der Schlüsselthemen in der heutigen Zeit. Maßnahmen zur Energieeinsparung bei industriellen Antriebssystemen spielen dabei - aufgrund des anteiligen Energieverbrauchs von ca. 70% - eine entscheidende Rolle. Dieses führt zu Veränderungen im Bereich der internationalen Normung und Gesetzgebung. Die Anforderungen an Umrichter, Motoren und Antriebssystemen und deren Bewertung hinsichtlich der Wirkungsgrade werden in verschiedenen internationalen Normen beschrieben und gesetzlich in der EU-Regulierung 2019/1781 festgelegt. Ein Überblick über den bestehenden Ökodesign-Framework der EU bezüglich der Antriebe wird präsentiert. Die entsprechenden neuen Maßnahmen, die betroffenen Produkte und Marktauswirkungen sowie die Perspektive für die nächste Revision werden in dieser Präsentation hervorgehoben.



Referent: Dr.-Ing. Savvas Tsotoulidis | Siemens

Dr.-Ing. Savvas Tsotoulidis ist seit 2005 im Fachgebiet der elektrischen Antriebstechnik aktiv. Während seiner Forschungstätigkeit im Universitäts- und Industriebereich hat er mehrere sensorlose Regelungsverfahren zur Performanceverbesserung von elektrischen Maschinen (ASM, PMSM) entwickelt. Er hat sich mit der Entwicklung und Modellierung der Antriebskomponenten sowie der Analyse der Interaktion zwischen Motor und Umrichter in VSDs beschäftigt. Als Systemarchitekt für die Energieeffizienz der Siemens AG, Motion Control liegt der Schwerpunkt seiner aktuellen Arbeit auf der Entwicklung eines systematischen Ansatzes zur Identifizierung des Energieeinsparpotenzials unter bestimmten Anwendungen sowie die Etablierung von Rahmenbedingungen, die die Verlustminimierung von elektrischen Antriebssystemen ermöglichen.

11:20 Uhr: Neue Möglichkeiten zur Individualisierung von Einbaumotoren für den Maschinen- und Anlagenbau durch den Einsatz eines modularen Segmentmotors auf Basis eines kostengünstigen Plattformkonzeptes. mehr
Lernziel: eine neue Motordenkweise, die die herkömmliche nicht bieten kann.

Im Maschinen- und Anlagenbau besteht zunehmend die Anforderung ein hohes Maß an Individualisierung mit einem normierten Maschinenkonzept des Herstellers zu verbinden. Plattformkonzepte enden sobald die elektrische Maschine ausgewählt werden muss. Der Vortrag stellt ein neues Konzept eines modularen Segmentmotors auf Basis einer SynRM-Maschine vor. Der leistungsskalierbare Modulmotor benötigt keine Magnete und nutzt eine kostengünstige, robuste Zahnspulentechnologie. Er verfügt über einen guten Wirkungsgrad und ist bevorzugt für den direkten Einbau einzusetzen.
Im Rahmen des Vortrags wird das Konzept und die Technologie für Torque- und Hochdrehzahlantriebe vorgestellt. Die bisher verfügbaren Motorgrößen werden gegenüber heutigen Lösungen gegenübergestellt. Anschließend werden die Vor- und Nachteile dieses modularen Einbaumotors anhand einiger exemplarischen Anwendungsbeispiele vorgestellt

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • neue Motortechnologie, neues Plattformkonzept, neue Möglichkeiten des Direkteinbaus von elektrischen Antrieben
Referent: Dr.-Ing. Jan-Dirk Reimers | TorqueWerk

Jan-Dirk Reimers ist Geschäftsführer der TorqueWerk GmbH. Hier bietet er antriebstechnische Lösungen auf Basis modularer SynRM-Maschinen in Form von Entwicklungen, Prototypenbau, Serienbau und Beratung an. Zuvor betreute er ein mehrjähriges Entwicklungsprojekt für diesen Motortyp am ISEA der RWTH Aachen. 8 Jahre arbeitete Herr Reimers für die Siemens AG im Bereich „Drive Technologies“ in der Funktion als R&D Ingenieur, in der Strategie, als Abteilungsleiter im Bereich Loadmonitoring und als Key Expert und Patentstrategiemanager für den gesamten Bereich „Mechanical Drives“. In dieser Tätigkeit und in weiterer Tätigkeit hat Herr Reimers bei 34 Patentfamilien (150 Patentanmeldungen) mitgewirkt. Er studierte Grundlagen des Maschinenwesens an der RWTH Aachen und promovierte im Bereich Fertigungstechnik und Automatisierung an der RWTH Aachen und abschließend am ifs der TU Braunschweig.

12:00 Uhr
Mittagspause & Ausstellung

13:20 Uhr

Themen-Schwerpunkt am Nachmittag: Best Practice: Beispiele zur Antriebsoptimierung
13:20 Uhr: Best Practice: Digitale Telemetrie-Lösungen an rotierenden Systemen. Dreh-, Antriebs- und Bremsmomente sowie berührungsfreie Leistungsmessung für Industrie und E-Mobilität. mehr
Lernziel: Den Nutzen der Telemetrie verstehen und anwenden. 


Im Vortrag werden verschiedene Einsatzbereiche von Telemetrieapplikationen vorgestellt, vor allem zur Drehmoment-, Drehzahl- und Leistungsmessung. Dabei werden sowohl Techniken zur Sensorik als auch Lösungen zur drahtlosen Datenübertragung erläutert, wie etwa der Dx-Speed, der die Drehzahl ohne äußeren Referenzpunkt misst, und das universelle Telemetriesystem, beide von CAEMAX Technologie GmbH. Besonders eingegangen wird auf Problematiken und Lösungen im Bereich der e-mobility – und wie man unter erschwerten Bedingungen zuverlässig, präzise und in Echtzeit Drehmomente und Kräfte an rotierenden Rädern und Wellen misst.


Referent: Florian Sailer | CAEMAX Technologie

Nach dem Studium der Mechatronik habe ich als Projektleiter im Prüfstandsbereich begonnen und dabei meine Kenntnisse im Bereich der Betriebsfestigkeit kontinuierlich verbessert. Insbesondere bei der Drehmoment-, Drehzahl- und Leistungsmessung haben wir Produkte entwickelt, die völlig neue Herausforderungen bewältigen, wie zum Beispiel einen Drehzahlsensor, der ohne äußeren Referenzpunkt arbeitet. Fundierte Kenntnisse im Bereich der Messtechnik und deren Applikationen ermöglichen es uns, die Projekte auf höchstem technischen Niveau zu realisieren. Als Technischer Leiter bei CAEMAX entwickle ich dabei Produkte für den Forschungs- und Entwicklungsbereich, die die aktuellen technologischen Anforderungen gerade in Hinblick der e-Mobility und Effizienzsteigerung optimal erfüllen.

14:00 Uhr: Best Practice: Betrachtungen zum Leiterplatten-Design eines komplexen Regelkreises mit Systemsimulation der parasitären Effekte (Induktivität, Kapazität, EMV). mehr
Lernziel: Besseres Verständnis der Randeffekte im Design und Optimierungspotenziale nutzen.
Referent: Dirk Müller | FlowCAD

• Studium der Elektrotechnik mit der Vertiefungsrichtung Technische Informatik

? Support und später Vertrieb von Embedded Computern für Industriedrucksysteme

? 2 Jahre verantwortlich für französisches Tochterunternehmen

? 3 Jahre Aufbau und Verantwortung für Tochterunternehmen in USA

• 2 Jahre direkter Vertrieb von Cadence PCB Produkten in Zentraleuropa

• Gründung von FlowCAD als PCB Produkte Vertrieb für Cadence

• FlowCAD bietet heute Software für die Simulation und das Design von Elektronik

14:40 Uhr: Kaffeepause & Ausstellung
15:20 Uhr: Best Practice: Auslegung und Anforderungen von Stellantrieben am Beispiel. mehr
Lernziel: Dimensionierung Getriebemotor und Endstufe, Integration von Sensorik & Feldbusse, softwaregestützte Analyse der Sensordaten (Maintenance).


Betrachtung von Stellantrieben als mechatronische Antriebsachsen mit Absolutwertgeber, Kompaktgetrieben bis 15Nm, 24V BLDC-Motoren sowie integrierter Leistungs- und Steuerungselektronik. Gängige Schnittstellen werden, im Antrieb integriert oder als Systemlösung über eine Verteilerbox mittels EINkabellösung, zur Verfügung gestellt. Die elektrische Einbindung der Stellantriebe in die jeweiligen Anlagen bzw. Bus- und Kabeltopologie ist dabei ebenso wichtig wie der kompakte mechanische Einbau in geringe Bauräume. Die zunehmend geforderte Zustandsüberwachung und Konfiguration wird mittels Web-Server bedient. Eine möglichst einfache Plug-und-Play Einbindung der Stellantriebe in die eigentliche Anlagenprogrammierung treibt die Entwicklung von Funktionsbausteinen und ist ebenso wichtig wie eine UL-konforme Auslegung des Formatwechsel-Systems.


Referent: Simon Seier | Lenord + Bauer

MSc und Entwicklungsingenieur Drehzahlsensorik

16:00 Uhr: Einfluss der Motorfeedback-Sensorik auf Effizienz und Zuverlässigkeit in einer gängigen Automotive-PSM, demonstriert mittels vollständiger Antriebssimulation. mehr
Lernziel: Einfluss von Genauigkeitsklassen der Rotorlagesensoren auf die PSM hinsichtlich Speed- und Drehmoment-Ripple durch parametrierbare Sensormodelle.



Anhand eines nahezu vollständigen Modells eines Nissan Leaf ähnlichen IPM Motors wird bei unterschiedlichen Lastszenarien der Einfluss von unterschiedlichen Genauigkeiten der simulierten Rotorlagegeber im Feedback-Loop der Motorsteuerung demonstriert. Anhand beschleunigter Aufzeichnungsvideos aus längeren Simulationsläufen werden die Einflüsse auf Drehzahl- und Drehmomentschwankungen aufgezeigt. Eine Energieaufwandsbetrachtung rundet den Vortrag ab. Das Ziel des Vortrags ist, neben den Sicherheitsaspekten in einer Traktionsmaschine bei zukünftigen Antriebskonzepten auch die Effizienz und Zuverlässigkeitsaspekte, die durch die eingesetzten Komponenten maßgeblich beeinflusst werden, zu berücksichtigen.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Einfluss der Genauigkeit von Rotorlagegebern auf die Antriebseffizienz
  • Einfluss der Genauigkeit von Rotorlagegebern auf die Antriebszuverlässigkeit
  • Einfluss der Genauigkeit von Rotorlagegebern auf den Anwenderkomfort

Referent: Christian Kehrer | Altair Engineering

- 2000 – 2006: Maschinenbaustudium in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik an der TU Dresden

- 2006 - 2009: Systemsimulation im Bereich energetische Gesamtfahrzeugbewertung bei der BMW Group

- 2009 – 2017: Key Account Manager für Automotive und später Head of Sales für Systemsimulationslösungen bei (ESI) ITI GmbH

- Seit Juni 2017: Business Development Manager für Systemsimulation und damit verbundene Anwendungen

Referent: Simon Seier | Lenord + Bauer

MSc und Entwicklungsingenieur Drehzahlsensorik

16:40 Uhr
Ende des zweiten Veranstaltungstages

Donnerstag, 15. Oktober 2020

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:50 Uhr
Begrüßung zum dritten Veranstaltungstag
Referent: Gerd Kucera  | Vogel Communications Group

09:00 Uhr

Themen-Schwerpunkt am Vormittag: Zusammenspiel zwischen Mechanik und Elektronik optimieren
09:00 Uhr: Keynote: Brushless True DC ist eine neue Motorengeneration, die High-Torque-Technik mit hochpräzisem Gleichlauf kombiniert. Sie unterscheidet sich von bekannten Bauarten u.a. durch Axialfluss-Rotorscheiben und nutenlosen Ringanker. mehr
Lernziel: Eigenschaften BLTDC-Motor versus DC- und BLDC-Motor, Kennlinien-Diskussion, Auswahlkriterien, applikationsspezifische Projektierungsschritte an Beispielen.   


Es wird ein elektronisch kommutierter Gleichstrommotor vorgestellt, der sich durch seine Luftspaltwicklung und einen nutenlosen Ringanker mit fortlaufender Kommutierung und zwei Axialfluss-Rotorscheiben von allen bisher bekannten Bauarten unterscheidet. Seit Kurzem wird er in Serienstückzahlen produziert. Aufgezeigt wird, wie durch die Kombination gerade dieser Merkmale eine neue Qualitätsstufe entstand, die alle Vorteile der beiden Welten von DC-Motoren einerseits und BLDC-Motoren andererseits zusammenführt. Gleichzeitig vereinfachen sich wegen der bereits integrierten Kommutierungselektronik mit Bewegungssteuerung die Entwicklungsschritte für die individuelle Implementierung deutlich. An Anwendungsbeispielen werden die verbesserten Gebrauchseigenschaften – wie hohe Drehmomentdichte, sehr gute Laufdynamik, rastmomentfreier Lauf und kompakte flache Baugröße – verdeutlicht.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Basiswissen zu DC-, BLDC-, BLTDC-Motoren
  • Interpretation und Anwendung der Kennlinien
  • Auswahlkriterien des Motors für die konkrete Antriebsaufgabe

Referent: Dr. Ulrich Clauß | Dr. Clauß Bild- und Datentechnik

Dr.-Ing. Ulrich Clauß, geboren 1959, Berufsabschluss als Elektronikfacharbeiter 1977, Hochschulstudium mit Abschluss als Dipl.-Ing. für medizinische Elektronik 1984, Dissertation zum Thema „Methode und apparative Mittel einer stationären räumlichen Filterung evozierter Hirnstammpotenziale des menschlichen Gehirns“ 1989, seit mehr als 35 Jahren Entwicklungsingenieur für Industrieprodukte, Gründer, Hauptgesellschafter und Chefentwickler der Dr. Clauß Bild- und Datentechnik GmbH in Zwönitz seit 1996. Zu Stationen seiner beruflichen Laufbahn als Entwickler zählen die neurodiagnostische und kardiologische Medizintechnik, höchstauflösende Bildaufnahmegeräte, Steuerungen mit künstlicher Intelligenz und Präzisions-Antriebe mit neuen Motorkonzepten. In den letzten Jahren betrifft sein Arbeitsschwerpunkt die Entwicklung einer neuen Motorengeneration, aller ihrer theoretischen Grundlagen und der technischen wie technologischen Lösungsdetails ihrer Serienproduktion und den Einsatz in vielfältigen Anwendungen.

09:40 Uhr: Getriebemotor oder Direktantrieb? Auswahlkriterien und Vergleichsmethoden mehr
Lernziel: Der mechanische Quellenwiderstand und die besonderen Stärken des Torque-Motors

Die richtige mechanische Anpassung eines Antriebsmotors an die Last ist ein entscheidender Teil der Lösung jeder Antriebsaufgabe. Wie man mit einem Getriebe die Drehzahl reduzieren und das Drehmoment erhöhen kann, ist allgemein bekannt. Aber wie erreicht man mit einfachen Überlegungen eine optimierte Auswahl? Oder sollte man ein Getriebe ganz umgehen und einen Direktantrieb mit Torque-Motor vorsehen? Der Beitrag soll einen kurzen und verständlichen Einblick in die theoretischen Hintergründe, vor allem aber auch Antworten auf praktische Fragen geben. Es werden wesentliche Zusammenhänge anhand typischer Beispiele anschaulich erklärt.
Referent: Dr. Ulrich Clauß | Dr. Clauß Bild- und Datentechnik

Dr.-Ing. Ulrich Clauß, geboren 1959, Berufsabschluss als Elektronikfacharbeiter 1977, Hochschulstudium mit Abschluss als Dipl.-Ing. für medizinische Elektronik 1984, Dissertation zum Thema „Methode und apparative Mittel einer stationären räumlichen Filterung evozierter Hirnstammpotenziale des menschlichen Gehirns“ 1989, seit mehr als 35 Jahren Entwicklungsingenieur für Industrieprodukte, Gründer, Hauptgesellschafter und Chefentwickler der Dr. Clauß Bild- und Datentechnik GmbH in Zwönitz seit 1996. Zu Stationen seiner beruflichen Laufbahn als Entwickler zählen die neurodiagnostische und kardiologische Medizintechnik, höchstauflösende Bildaufnahmegeräte, Steuerungen mit künstlicher Intelligenz und Präzisions-Antriebe mit neuen Motorkonzepten. In den letzten Jahren betrifft sein Arbeitsschwerpunkt die Entwicklung einer neuen Motorengeneration, aller ihrer theoretischen Grundlagen und der technischen wie technologischen Lösungsdetails ihrer Serienproduktion und den Einsatz in vielfältigen Anwendungen.

10:20 Uhr: Kaffeepause & Ausstellung
11:00 Uhr: Die transparente Maschine: Was Servoverstärker und Servomotor über die Antriebsapplikation preisgeben. mehr
Lernziel: Wie mit der im Servoregler integrierten Software das Betriebsverhalten, die Belastung und der Zustand des mechatronischen Gesamtsystems analysiert und bewertet werden kann.



Die transparente Maschine loggt Daten wie Wegstrecke, Fahrzeiten oder den Strombedarf bei Bewegung mit. Mithilfe der Erfahrung des Maschinenbauers können so Aussagen über Wartungsbedarf, Verschleiß und mechanische Auffälligkeiten getroffen werden. Im Umkehrschluss ist es auch möglich, realen Schadensbildern an der Maschine in den zurückliegenden Daten die charakteristischen Ausschläge zu zuordnen. Das Ziel der Funktion ist es, die Maschine weiter kennenzulernen und im stetigen Prozess die Mechanik der Maschine durch detaillierte Daten tiefer zu beschreiben. So rückt das Ziel von „predictive Maintenance“ näher.
Referent: Christian Streitberger  | Jenaer Antriebstechnik

Jenaer Antriebstechnik

11:40 Uhr: Fehlerbilder im Condition Monitoring: Ursachen und Auswirkungen von Schwingungen und Vibrationen an Maschinen. mehr
Vorgestellt werden sollen die Fallstricke anhand einer typischen Messkette zur Erfassung und Bewertung von Maschinenschwingungen.

Aufgezeigt werden u.a.:
Die Auswahlkriterien
I. Wie finde ich den richtigen Sensor und was ist die der Auswahl zu beachten
i. Transmitter, ACC-Sensor, 3-Leiter, MEMS, HP/TP-Filter, isolierter Aufbau,
Umweltanforderungen, …
ii. Vor und Nachteile der einzelnen Ausführungen
II. Was ist bei Messleitungen zu beachten
i. Schirmung, Leitungslänge, Verlegung, Erdungskonzept
III. Die Datenerfassung – Möglichkeiten und zu beachtende Parameter
i. PC-basiert oder doch SPS
ii. Zykluszeiten, Auswertung (Software, Bausteine, Cloud)
IV. Datenanalyse - welche Symptome sind zu erkennen und wie………
i. Schadens-Symptome und Ursachen

Referent: Andreas Wiengarn  | PCB SYNOTECH

Elektro- und Messtechnik sind meine Leidenschaft! -> Schon immer! So führte mich mein beruflicher Werdegang durch unterschiedlichste Unternehmen und Aufgaben. Bis zum Jahr 2000 war ich als Abteilungsleiter verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Elektro- und Energie-Betriebes auf dem BW Ost. In der Zeit zwischen 2000 bis 2013 sammelte ich bei der Vogelsang Gruppe als verantwortlicher Service- und Vertriebs-Ingenieur im Rahmen der Zustandsbewertung von Maschinen weitere Erfahrungen. Seit 2013 bin ich als Vertriebsingenieur bei der PCB Synotech GmbH zuständig für den Bereich Deutschland Nord/West. Dieses verbunden mit den unterschiedlichsten Applikationen zwischen Himmel (Aerospace) und Erde (Industrie, Lehre & Forschung, ..)

12:20 Uhr
Mittagspause & Ausstellung

13:30 Uhr

Themen-Schwerpunkt am Nachmittag: Einsatz von Sensoren, Mikrocontroller und Software
13:30 Uhr: Best Practice: Encoder für Condition Monitoring in geregelten Industrie-4.0-Antrieben. mehr
Lernziel: applikationsspezifische Integration von Sensordaten durch Multi-Slave-fähiges Kommunikationsprotokoll und geeignete Transceiver-Bausteine.




Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 adressiert die möglichst vollumfassende Digitalisierung von Produktionsprozessen und Betriebsabläufen. Unter den Gesichtspunkten der Automatisierung, Virtualisierung, Flexibilitätssteigerung sowie der autonomen Organisation von Produktionsanlagen spielen die Fähigkeiten der darin enthaltenen Servoantriebe eine zentrale Rolle. Für die Erfassung des Motor-Drehwinkels sind Servoantriebe mit vorwiegend optischen und magnetischen Drehgebersystemen ausgestattet. Für Industrie 4.0-Anwendungen sind insbesondere Absolut-Drehgeber von Bedeutung, die zu jedem Zeitpunkt die absolute Motorposition kennen, diese an den Antrieb bzw. eine übergeordnete Steuerung oder Leitsysteme weitergeben und zusätzliche Sensordaten, beispielsweise für Temperatur, Betriebsbelastungen (Mission Profile), Verschleiß und Alterung, für eine Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) bereitstellen. Der Vortrag zeigt applikationsnah auf, wie das Einbinden unterschiedlicher Sensordaten mit Hilfe von leistungsstarken Multi-Slave-fähigen Kommunikationsprotokollen und geeigneten Transceiver-Bausteinen unter Berücksichtigung der Industrie 4.0-Anforderungen gelingt.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Auswahl eines geeigneten Kommunikationsprotokolls für die Zustandsüberwachung
  • Möglichkeiten zur Integration von Sensordaten mithilfe geeigneter Transceiver-Bausteine
Referent: Marcel Reuter | iC-Haus

Seit seinem Studium der Elektro- und Informationstechnik mit der Vertiefungsrichtung Integrierte Mikro- und Nanotechnologien an der TU Darmstadt betreut Herr Reuter bei iC-Haus Systemaspekte und Applikationen mit Encoder-ICs. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten gilt dabei den Industrie-Anforderungen zur Kommunikation mit der Open Source BiSS-Schnittstelle. Zusätzlich verantwortet er Management- und Support-Aufgaben für die BiSS Association e.V. als Nutzerorganisation.

14:00 Uhr: Smarte Positionssensoren für die Automatisierung und Robotik mehr
Lernziel: Konzepte integrierter Encoder-Lösungen auf Basis smarter Sensorplattformen.

Zusammenfassung: Skalierbarkeit ist ein wesentlicher Faktor bei der Gestaltung wettbewerbsstarker Produktportfolios. In der Theorie bietet der Plattformgedanke enorme Vorteile für Entwicklung, Produktion und Logistik. Demgegenüber stehen in der Praxis vielseitige und komplexe technische Herausforderungen. So fällt die Wahl der Positionssensorik häufig auf heterogene Lösungen, welche aufwändige Mehrfachentwicklungen erfordern.

Dieser Vortrag diskutiert aktuelle Anforderungen aus der Automatisierung und Robotik, die an eine Sensorplattform gestellt werden. Bauraum, Montage, Performance und Diagnose sind dabei nur ein Teilausschnitt. Weiter wird anhand unterschiedlicher Applikationen praxisnah aufgezeigt, welche Systemlösungen mit einem hochintegrierten System-on-Chip möglich sind. Besonders im Fokus stehen dabei automatische Signalkonditionierung sowie Systemintegration.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Entwürfe zur Entwicklung skalierbarer Positionssensorik
  • Praxisnahe Beispiele für plattformbasierte Encoder-Lösungen
Referent: Silvan Ettle | iC-Haus

Seit seinem Studienabschluss in Mechatronik und Robotik an der Frankfurt University of Applied Sciences betreut Herr Ettle das reflexive Encoder-IC Portfolio bei iC-Haus. Neben Sales, Support und Kundenberatung für integrierte Encoder-Lösungen beschäftigt er sich mit MCU-Applikationen.

14:40 Uhr: Best Practice: MR-Sensoren für hochdynamische Weg-, Winkel- und Zustandsüberwachung in High-Speed-Antrieben für Industrie und Automotive (z.B. Hochfrequenzspindeln, Auswuchtmaschinen, Schwungradspeicher, Traktionsantriebe, Motorenprüfstände). mehr
Lernziel: MR-Sensoren auswählen, auslegen und applizieren.


In zahlreichen industriellen und automobilen Anwendungen zeichnet sich zunehmend ein Trend hin zu höheren Drehzahlen und schnelleren Linearbewegungen ab. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an das Messsystem. Innovative Sensorlösungen werden benötigt, welche hohe dynamische Leistung mit hoher Auflösung, hoher Robustheit und geringen Abmessungen vereinen. Die hohe Bandbreite, die magnetoresistive (MR-) Sensoren bieten, galt bisher eher als „versteckter“ Vorteil. Das hat sich geändert und inzwischen stellt er in immer mehr Anwendungsbereichen die Basis für die Winkel- und Positionsmessung in Hochgeschwindigkeitsmaschinen dar.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Magnetischen Sensoren für sehr schnelle Bewegungen auswählen, auslegen und erfolgreich applizieren
Referent: Dr. Rolf Slatter | Sensitec

Dr. Rolf Slatter studierte am Imperial College of Science, Technology and Medicine, University of London Fakultät “Maschinenbau” und machte 1985 seinen Abschluss als Bachelor of Engineering (BEng). Er setzte sein Studium an diesem College fort und beendete es 1990 mit dem Abschluss PhD. Bis Dezember 2006 war er zuletzt im Vorstand Marketing und Vertrieb bei der Harmonic Drive AG in Limburg und Geschäftsführer der Micromotion GmbH in Mainz. Im Januar 2007 wechselte er zur Sensitec GmbH in Lahnau wo er seit 2009 CEO und Geschäftsführender Gesellschafter ist. Er ist Vorsitzender der Innovationsplattform Magnetische Mikrosysteme INNOMAG e.V., Vorstandsmitglied beim AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e. V. und Mitglied des Rates für Technologie des Landes Rheinland-Pfalz.

15:20 Uhr: Kaffeepause & Ausstellung
16:00 Uhr: Workshop: Wie die Nutzung magnetischer Positionssensoren einfach simuliert und evaluiert werden kann. mehr

Lernziel:

Auswahl der Magnete, Positionierung des Sensors zum Magneten, Interpretation der Simulationsergebnisse und Verifikation am Beispiel einer übertragbaren Sensor-Integration für magnetische Positionssensorik.


Für die Positionssensorik werden häufig integrierte Hall Sensoren eingesetzt.  Diese magnetischen Positionssensoren verwenden als Maßverkörperung meist Magnete unterschiedlichster Formen. Bei der Auswahl der Magnete und der Anordnung des Sensors gibt es häufig Erfahrungsdefizite und unerwartete Nichtlinearitäten. Auch bestimmt die Auswahl des Magneten signifikant die Wirtschaftlichkeit der gesamten Sensorlösung.  Betrachtet werden die notwendigen Schritte in Auswahl, Konstruktion, Positionierung und Simulation solcher Systeme. Als Beispiel für eine auf viele Applikationen übertragbare Umsetzung wird auf eine Integration von On-Axis-Diametral-Magneten und Side-Shaft-Ringmagneten mit kompakten Hall-Encoder-ICs eingegangen.

 

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

Auswahl der Magnete, Positionierung des Sensors zum Magneten, Interpretation der Simulationsergebnisse und Verifikation am Beispiel einer übertragbaren Sensor-Integration für magnetische Positionssensorik.

Referent: Marko Hepp | MPS Europe

Nach dem Ingenieurstudium Elektrotechnik an der FH-Bingen begann Herr Hepp 1997 als Automatisierungsingenieur im Sondermaschinenbau für die Fertigung und Kontrolle von optischen Sensorkomponenten. Seit 2006 in Vertrieb und Applikationssupport betreute er industrielle, medizinische und Automotive Applikationen wie Laserdiodentreiber, Leitungstreiber, Sensorinterfaces, Sensoren, BiSS-Interface, BiSS Line und BiSS Safety. Herr Hepp war Geschäftsführer des internationalen Industrieverbandes BiSS Association e.V. . Seit 2019 ist Herr Hepp Business Development Manager Sensors, EMEA bei Monolithic Power Systems.

16:20 Uhr: Best Practice: Wie die Nutzung des Rotormagnetfeldes die direkte Winkelerfassung am BLDC-Motor vereinfacht und präzisiert. mehr
Lernziel: Konstruktion, Produktion, Inbetriebnahme, Berechnung der Wirtschaftlichkeit am Beispiel einer übertragbaren Sensor-Integration für Power-Tools.


Bei BLDC Motoren wird der Drehwinkel zur Kommutierung häufig mit drei diskreten, sehr ungenauen (±60°) Hall Sensoren umgesetzt. Das Magnetfeld des Rotors kann als Messgröße genutzt werden und mit einem kompakten 3mm x 3mm SpinAxis®-Hall-Encoder-IC, direkt und in vorteilhafter Position verarbeitet werden. Durch die hohe Bandbreite können präzise Positions- und Kommutierungsdaten für eine Regelung verwendet werden.
Die Wirtschaftlichkeit dieser kosteneffizienten und genaueren Sensoriklösung ermöglicht es neue Applikationen mit BLDC Motoren zu erschließen.
Betrachtet werden die notwendigen Schritte in Konstruktion, Produktion und Inbetriebnahme solcher Systeme.
Als Beispiel für eine auf viele Applikationen übertragbare Umsetzung wird auf eine Integration in einem BLDC Motor für batteriebetriebene Power Tools eingegangen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Konstruktion, Produktion, Inbetriebnahme, Berechnung der Wirtschaftlichkeit am Beispiel einer übertragbaren Sensor-Integration für Power-Tools.
Referent: Marko Hepp | MPS Europe

Nach dem Ingenieurstudium Elektrotechnik an der FH-Bingen begann Herr Hepp 1997 als Automatisierungsingenieur im Sondermaschinenbau für die Fertigung und Kontrolle von optischen Sensorkomponenten. Seit 2006 in Vertrieb und Applikationssupport betreute er industrielle, medizinische und Automotive Applikationen wie Laserdiodentreiber, Leitungstreiber, Sensorinterfaces, Sensoren, BiSS-Interface, BiSS Line und BiSS Safety. Herr Hepp war Geschäftsführer des internationalen Industrieverbandes BiSS Association e.V. . Seit 2019 ist Herr Hepp Business Development Manager Sensors, EMEA bei Monolithic Power Systems.

17:00 Uhr: Best Practice: Safety- versus Standard- Geber. Fallstricke und Lösungen aus der Praxis bei der funktionalen Sicherheit. mehr
Lernziel: Konstruktion, Produktion, Inbetriebnahme, Berechnung der Wirtschaftlichkeit am Beispiel einer übertragbaren Sensor-Integration für Power-Tools.


Bei BLDC Motoren wird der Drehwinkel zur Kommutierung häufig mit drei diskreten, sehr ungenauen (±60°) Hall Sensoren umgesetzt. Das Magnetfeld des Rotors kann als Messgröße genutzt werden und mit einem kompakten 3mm x 3mm SpinAxis®-Hall-Encoder-IC, direkt und in vorteilhafter Position verarbeitet werden. Durch die hohe Bandbreite können präzise Positions- und Kommutierungsdaten für eine Regelung verwendet werden.
Die Wirtschaftlichkeit dieser kosteneffizienten und genaueren Sensoriklösung ermöglicht es neue Applikationen mit BLDC Motoren zu erschließen.
Betrachtet werden die notwendigen Schritte in Konstruktion, Produktion und Inbetriebnahme solcher Systeme.
Als Beispiel für eine auf viele Applikationen übertragbare Umsetzung wird auf eine Integration in einem BLDC Motor für batteriebetriebene Power Tools eingegangen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Konstruktion, Produktion, Inbetriebnahme, Berechnung der Wirtschaftlichkeit am Beispiel einer übertragbaren Sensor-Integration für Power-Tools.
Referent: Stefan Schubert | Fritz Kübler

Ich bin seit 1997 bei der Fritz Kübler GmbH. In den 23 Jahren habe ich verschiedenste Bereiche im Unternehmen durchlaufen. Heute bin ich für das Team Application Engineering verantwortlich. Zu den Aufgaben von meinem Team gehören neben dem technischen Support und Schulungen vorallen die „customization“ unserer Produkte.

17:40 Uhr
Ende der Veranstaltung
*Programmänderungen vorbehalten

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