Programm 2019

Hier finden Sie die aktuelle Agenda zum
Praxisforum Elektrische Antriebstechnik 2019:


Montag, 25. März 2019:

Leistungselektronik und Sensorik

Dienstag, 26. März 2019:
Impulsvorträge. Best Practice, Ausstellung

Mittwoch, 27. März 2019:
EMV, Ökonomie, Recht


Am zweiten und dritten Veranstaltungstag findet begleitend eine Fachausstellung statt.

Montag, 25. März 2019

11:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
11:45 Uhr
Begrüßung zum ersten Veranstaltungstag:
Leistungselektronik und Sensorik
Referent: Gerd Kucera  | Vogel Communications Group GmbH & Co. KG
11:50 Uhr
Erfahrungsberichte: Prüfmethoden, Ausfallmechanismen, Wärmeanalyse und thermische Kontakte in Leistungselektronik & Motoren mehr
Lernziel: beschleunigende Prüfungen definieren, die das Alterungsverhalten thermischer Interface-Materialien abbilden.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Andreas Griesinger | Zentrum für Wärmemanagement Stuttgart

Studium der Physik, Universität Ulm;
Promotion auf dem Gebiet der Wärmeübertragung, Universität Stuttgart;
Entwicklungstätigkeit bei der Firma Robert Bosch GmbH;
Seit 2002 Professur an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Fakultät Technik;
Vorlesungen an der German University of Cairo (GUC),
fachliche Schwerpunkte: Wärmemanagement, Thermodynamik, Messtechnik,
Leitung des Forschungsschwerpunkts Wärmemanagement an der Dualen Hochschule,
Leitung des Zentrums für Wärmemanagement Stuttgart (ZFW),
Leitung vieler nationaler und internationaler Entwicklungs- und Forschungsprojekte,
2013 Löhn-Preis der Steinbeis-Stiftung,
2015 Landeslehrpreis Baden-Württemberg.

12:30 Uhr
Fehlerursachen und -analyse in der Leistungselektronik mehr
Lernziel: Nach dem Vortrag ist der Teilnehmer in der Lage,  Fehlerbilder zu analysieren, zu bewerten, Ursachen zu beseitigen.

Der Vortrag widmet sich der Korrelation von Fehlerbild und Fehlerursache. Selbst ein im Fehlerfall stark zerstörter Halbleiter lässt noch Rückschlüsse zu, welcher Effekt die Ursache der Zerstörung war. Das Wissen um diese Zusammenhänge hilft dem Entwickler bei der Suche nach Fehlern und möglichen Abstellmaßnahmen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Korrelation von Ausfallbild und Fehlerursache als Werkzeug der Fehleranalyse und -behebung

Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Warstein

Martin Schulz hat 2005 seine Promotion auf dem Gebiet der Leistungshalbleiter und el. Maschinen abgeschlossen. Seit 2005 ist er für die Infineon Technologies AG in Warstein tätig. 2011 trat er der Abteilung Application Engineering bei, in der er 2014 zum Principal aufstieg. Seine Kerngebiete umfassen die elektrische Kontaktierung von Leistungshalbleitern, das thermische Management und die zugehörige Messtechnik. Martin Schulz betreut die Applikation "Commercial and Agricultural Vehicle (CAV)" mit Fokus auf den Antrieb von elektrischen Großfahrzeugen. Er hält mehrere Patente im Bereich der Leistungselektronik und ist Senior Member des IEEE.

13:10 Uhr
Mittagspause
14:00 Uhr
Fünf Dinge, die bei der Entwicklung von Leistungselektronik nicht gemacht werden dürfen mehr
  1. Unsymmetrischer Aufbau von Leistungsteilen (Fehlerkonsequenzen)
  2. Snubber und parallele Module
  3. Mangelnde thermische Kopplung
  4. Unterschätzung thermischer Einflüsse auf die Lebensdauer (Beispiele)
  5. Parasitäre Induktivitäten in Gate-Kreisen.
Die Lernziele beinhalten die Kenntnis der Einflussgrößen und deren Umgehung bzw. Behebung.

Kern des Vortrages ist es, einige sich wiederholende Schwierigkeiten beim Design leistungselektronischer Geräte aufzuzeigen und Hinweise zu geben, wie sich diese Fallen umgehen lassen. Darunter fallen der unsymmetrische Aufbau, das Unterschätzen thermischer Gegebenheiten, Herausforderungen in Parallelschaltungen und der Einfluss parasitärer Elemente

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Einfluss der Aufbaugeometrie auf Symmetrie und parasitäre Größen
  • Thermische Einflüsse richtig abschätzen
  • Einfluss des Lastprofils auf die Lebensdauer

Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Warstein

Martin Schulz hat 2005 seine Promotion auf dem Gebiet der Leistungshalbleiter und el. Maschinen abgeschlossen. Seit 2005 ist er für die Infineon Technologies AG in Warstein tätig. 2011 trat er der Abteilung Application Engineering bei, in der er 2014 zum Principal aufstieg. Seine Kerngebiete umfassen die elektrische Kontaktierung von Leistungshalbleitern, das thermische Management und die zugehörige Messtechnik. Martin Schulz betreut die Applikation "Commercial and Agricultural Vehicle (CAV)" mit Fokus auf den Antrieb von elektrischen Großfahrzeugen. Er hält mehrere Patente im Bereich der Leistungselektronik und ist Senior Member des IEEE.

14:40 Uhr
Der Einfluss der Anforderung "Rückspeisefähig" auf das Umrichter-Design mehr
Die Lernziele stützen sich auf die Darstellung verschiedener rückspeisefähiger Topologien sowie deren Vor- und Nachteile. Der Teilnehmer erfährt Details zu Aufbau, Wirkungsweise und Auslegung.


Die große Mehrheit der leistungselektronischen Umrichter bedient Pumpen und Lüfter womit eine Rückspeisung von Energie nicht notwendig ist.
Wenn die Einspeisung von Energie in Netze oder Energiespeicher erforderlich ist, sind Ergänzungen in der Topologie notwendig, die sowohl genauere Betrachtungen notwendig machen als auch neue Herausforderungen darstellen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Überblick über rückspeisefähige Topologien
  • Konsequenzen für die Auswahl von Bauelementen
  • Warum Dioden plötzlich unter mehr Stress geraten

Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Warstein

Martin Schulz hat 2005 seine Promotion auf dem Gebiet der Leistungshalbleiter und el. Maschinen abgeschlossen. Seit 2005 ist er für die Infineon Technologies AG in Warstein tätig. 2011 trat er der Abteilung Application Engineering bei, in der er 2014 zum Principal aufstieg. Seine Kerngebiete umfassen die elektrische Kontaktierung von Leistungshalbleitern, das thermische Management und die zugehörige Messtechnik. Martin Schulz betreut die Applikation "Commercial and Agricultural Vehicle (CAV)" mit Fokus auf den Antrieb von elektrischen Großfahrzeugen. Er hält mehrere Patente im Bereich der Leistungselektronik und ist Senior Member des IEEE.

15:20 Uhr
Kaffeepause
15:50 Uhr
Applikationsspezifische Anforderungen und Möglichkeiten der geberlosen Regelung von Synchronmaschinen mehr
Lernziel: Erfahrungen aus Anwendungen der geberlosen Regelung (IGBT 400 V, MOSFET 48 V) und Ausblick auf Potenziale mit technischen Neuerungen.

Die Kenntnis der Rotorlage eines Synchron-Motors ist in vielen Anwendungen aufgrund von Effizienz- bzw. Performance- Anforderungen notwendig. Motiviert durch Kosteneinsparungen und Robustheit wird angestrebt, den Rotorlagesensor durch eine Geberlos-Software zu ersetzen, welche die bereits vorhanden Stromsensoren zur Lageidentifikation heranzieht. Durch die Verwendung einer für die Applikation bereits optimierten Hardware ergeben sich oftmals Probleme beim Einsatz der geberlosen Regelung. Es wird dargestellt, in welcher Weise die Anforderungen an geberlose Verfahren mit den Hardware- Voraussetzungen kollidieren und an welchen Stellen Optimierungspotential besteht, um geberlose Verfahren wirtschaftlich sinnvoll zu integrieren.
Referent: Dr.-Ing. Dirk Paulus | Bitflux

Dr.-Ing. Dirk Paulus ist Mitgründer der Bitflux GmbH und verantwortlich für die Umsetzung der geberlosen Regelung in verschiedenen Zielapplikationen. Bitflux stellt mit dem Produkt dynAIMx eine allgemein verwendbare C-Bibliothek zur geberlosen Rotorlageidentifikation von Synchronmaschinen zur Verfügung.

16:30 Uhr
Induktive Positionssensoren zur Rotorlageerkennung als Alternative zum Resolver in hochdynamischen elektrischen Antrieben konfigurieren mehr
Lernziel: Die optimale Sensorauswahl  treffen und die richtige Konfiguration für den Einsatz eines Induktiven Sensors sicher bestimmen.

Der Teilnehmer in der Lage eine optimale Sensorauswahl zur Rotorlageerkennung zu treffen und die richtige Konfiguration für den Einsatz eines Induktiven Sensors auf Anhieb zu bestimmen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Vergleich des Induktiven Sensors mit anderen Sensortechnologien / Übersicht Sensorkonfigurationen / Kriterien für die optimale Sensorauswahl

Referent: Rudolf Pichler | IDT Europe

Rudolf Pichler ist seit mehr als 10 Jahren im Bereich Positionssensoren tätig und konzertiert sich aktuell auf induktive Positionssensoren für verschiedenste Anwendungen.

17:10 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages

Dienstag, 26. März 2019

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:50 Uhr
Begrüßung zum zweiten Veranstaltungstag:
Impulsvorträge, Best Practice, Ausstellung
Referent: Gerd Kucera  | Vogel Communications Group GmbH & Co. KG
09:00 Uhr
Vorstellung der Table-Top-Aussteller
09:20 Uhr
Erkenntnisse beim Planetenmotor, einer Kombination von E-Maschine, Getriebe und integrierter Elektronik mehr
Lernziel: Erste Erfahrungen, Nutzen und Forderungen aus der Sicht von Anwendern aus Industrie und Automotive.

Der Planetenmotor ist eine innovative Kombination von Elektromotor und Getriebe, wobei das Getriebe integraler Bestandteil der Motorfunktion ist.

Das Besondere am Planetenmotor ist Kombination einer Statortopologie, die gleichzeitig mit mehreren Rotoren wechselwirkt. Dabei erzeugt das Statorwicklungssystem lokale Drehfelder, die mit den über das Getriebe mechanisch synchronisierten Rotoren Drehmomente erzeugen, die wiederum im Getriebe addiert werden.
Dadurch gelingt es, bei gleichem Summenquerschnitt der Rotoren im Vergleich zu einem klassisch aufgebauten Motor in etwa das gleiche Summendrehmoment zu erzeugen, jedoch wird bei gleicher Drehzahl der Teilrotoren die Umfangsgeschwindigkeit gegenüber dem klassischen Einzelrotor entsprechend der Durchmesserverhältnisse reduziert. Somit kann bei Ausnützung der maximal möglichen Umfangsgeschwindigkeit mehr Leistung im gleichen Volumen installiert werden.

An der TU Wien wurden mehrere Prototypen aufgebaut und die Funktion nachgewiesen. Ein weiterer Systemvorteil ist die einfache Integration der Leistungselektronik in das Planetenmotorgehäuse zu nennen. Im Vortrag wird gezeigt, wie eine kompakte Leistungselektronik an das Wicklungssystem des Planetenmotors angekoppelt werden kann. Dabei kann die Lagerplatte, die zwischen den Motorwicklungen und der Leistungselektronik liegt, flüssigkeitsgekühlt ausgeführt werden, sodass eine gleichzeitige Kühlung von Spulen und Leistungshalbleitern realisiert wird.

Das lernt der Teilnehmer im Vortrag:

  • das Prinzip des Planetenmotors kennen
  • die Systemvorteile durch die Kombination des Motors mit Getriebe und Leistungselektronik in kompakten Antriebslösungen anwenden

Referent: Prof. Dr. Manfred Schrödl | Technische Universität Wien

Management functions in industry:
1993 - 1996: Department manager R&D at ELIN Vienna
1996 – 1998: Division manager of central R&D division at Austria Antriebstechnik, Spielberg, Styria (Austria)
University functions:
Since 1998: Full professor of Electrical drives and machines at TU Vienna
1998-2011: Head of Institute of Electrical Drives and Machines,
2008-2011: Dean of Studies of Faculty of Electrical Engineering at TU Vienna.
Since 2011- : Head of Institute of Energy Systems and Electrical Drives.

10:00 Uhr
Zustandsüberwachung der Mechatronik durch schnelle Stromsensoren und Algorithmen zur automatisierten Merkmalextraktion und Fehlerklassifikation mehr
Lernziel:  Fehlerfrequenzen im Motorstrom erkennen, interpretieren, gewichten und Ursachen beseitigen, bestimmen der Lebensdauer an einem Praxisbeispiel.

Dieser Vortrag zeigt, wie innovative, schnelle Stromsensoren in Kombination mit intelligenten Algorithmen des maschinellen Lernens zur Zustandsüberwachung mechatronischer Systeme genutzt werden können. In einem Beispiel wird gezeigt, wie automatisierte Mustererkennungsalgorithmen die verbliebene Lebensdauer elektromechanischer Zylinder vorhersagen, indem sie physikalisch interpretierbare Fehlercharakteristiken im Motorstrom erkennen und deren Informationsgehalt bestimmen.
Für diese Anwendung müssen auch feine Fehlercharakteristiken im Stromsignal erfasst werden können. Die im Beispiel verwendeten Stromsensoren beruhen auf dem anisotropen magnetoresistiven Effekt und weisen eine hohe Genauigkeit sowie eine Bandbreite, welche sich in den Megahertz-Bereich erstreckt, aus. Für Anwendungen sind die hohe Störfeldfestigkeit als auch die kompakte Bauweise weitere Vorteile dieser Sensorart.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Grundlagen der automatisierten Zustandsüberwachung, dafür eingesetzte Software-Algorithmen zur automatisierten Merkmalsextraktion und -selektion sowie zur Fehlerklassifizierung.
  • Demonstration der Eignung neuartiger schneller Stromsensoren zur Erkennung und Interpretation von Fehlerfrequenzen im Motorstrom für die Zustandsüberwachung am Beispiel der Lebensdauerprognose eines elektromechanischen Zylinders
  • Fehlerfrequenzen im Motorstrom erkennen, interpretieren, gewichten und Ursachen beseitigen, bestimmen der Lebensdauer an einem Praxisbeispiel



Referent: Dr. Rolf Slatter | Sensitec

Dr. Rolf Slatter studierte am Imperial College of Science, Technology and Medicine, University of London Fakultät “Maschinenbau” und machte 1985 seinen Abschluss als Bachelor of Engineering (BEng). 1990 beendete er sein Studium mit dem Abschluss PhD. Bis Dezember 2006 war er zuletzt im Vorstand Marketing und Vertrieb bei der Harmonic Drive AG in Limburg und Geschäftsführer der Micromotion GmbH in Mainz. Im Januar 2007 wechselte er zur Sensitec GmbH in Lahnau als CTO. Seit 2009 ist er CEO und Geschäftsführender Gesellschafter bei Sensitec.

Referent: Tizian Schneider | ZeMA (Zentrum für Mechatronik & Automatisierungstechnik)

Tizian Schneider studierte Mikrotechnologie und Nanostrukturen an der Universität des Saarlandes und erhielt den Abschluss Master of Science im Januar 2016. Seit Februar 2016 arbeitet er am ZeMA - Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik in der Gruppe Sensorik und Aktorik an datenbasierter Zustandsbewertung für industrielle Anwendungen wie Hydraulikanwendungen und elektromechanische Antriebssysteme.

10:40 Uhr
Kaffeepause & Ausstellung
11:20 Uhr
Umsetzung einer robusten Kommunikation im Motorfeedback-System mit Steuerung, Sensorik, Motor als Störquelle, Verkabelung, Steckverbinder mehr
Lernziel: Die Robustheit einer Kommunikation bewerten.


Es wird die industrielle Kommunikation mit dem Focus auf die elektrische Antriebstechnik betrachtet. Die Anforderungen dieser Kommunikation und die bisherigen und aktuellen Umsetzungen sowie Details, Probleme und mögliche Lösungen werden betrachtet. Hierbei wird die Physik und Mathematik der Datenübertragung angewendet, um insbesondere die Störungen und Unzulänglichkeiten der realen Welt kompensieren zu können. Wie jede kommerzielle Lösung müssen auch hier Kosten und Nutzen berücksichtigt werden. Zusätzlich sind die Themen Standardisierung und Umsetzbarkeit relevant. Ziel ist es mit den Rahmenbedingungen und Lösungsansätzen die Robustheit einer Kommunikation bewerten zu können.
Referent: Marko Hepp | BiSS Association e.V.

Nach dem Ingenieurstudium Elektrotechnik an der FH-Bingen begann Herr Hepp 1997 bei iC-Haus als Automatisierungsingenieur im Sondermaschinenbau für die Fertigung und Kontrolle von Opto-Sensoren. Im ASSP-Vertrieb ist er heute zuständig für die Betreuung von Industrie-Applikationen wie Laserdiodentreiber, Leitungstreiber, Sensorinterfaces, optische Sensoren, BiSS-Interface, BiSS Line und BiSS Safety Support. Seit 2017 ist Herr Hepp Geschäftsführer des internationalen Industrieverbandes BiSS Association e.V..

12:00 Uhr
Wie ein im Motor integrierter magnetischer Drehgeber trotz elektromagnetischer Bremse störungsfrei und sicher präzise Positionswerte liefert mehr
Lernziel: Diskussion und Aufbau einer Feedback-Lösung und Bestimmung der Zuverlässigkeit durch Simulation und Validierung der Ergebnisse durch Messung.

Durch Integration der Sensorik können Antriebe weitaus kompakter und kostengünstiger hergestellt werden als mit klassischen Anbau-Drehgebern. Aufgrund des berührungslosen, robusten Messprinzips, sind magnetische Drehgeber hierfür besonders geeignet.
Bei allen technischen Kniffen moderner magnetischer Sensorelemente, ist eine Unterscheidung zwischen Nutz- und Fremdmagnetfeld nur bedingt möglich. Für die Verwendung in unmittelbarer Umgebung von elektromagnetischen Feldern bieten Methoden, wie z.B. die Polanpassung auf dem Sensorsubstrat, keine wirkliche Abhilfe.
Die Fritz Kübler GmbH hat ein Verfahren entwickelt, womit selbst unter widrigen Bedingungen magnetische Sensoren zur sicheren und präzisen Positionserfassung eingesetzt werden können. Der Vortrag veranschaulicht dem Zuhörer die Probleme aus der Praxis und demonstriert wie Lösungen durch Simulation und Messung gefunden werden können

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Diskussion und Aufbau einer Feedback-Lösung und Bestimmung der Zuverlässigkeit durch Simulation und Validierung der Ergebnisse durch Messung

Referent: Bernhard Hiller | Fritz Kübler GmbH

Bernhard Hiller ist seit 25 Jahren im Bereich der elektrischen Antriebstechnik und Sensorik tätig. Nach dem Studium der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Regelungs- und Antriebstechnik an der TU Stuttgart, war er in verschiedenen Leitungspositionen im Bereich Forschung, Entwicklung und Applikation u.a. bei der Firma Baumer tätig. Seit Juni 2017 leitet er das Engineering Solution Center der Fritz Kübler GmbH in Berlin. Arbeitsschwerpunkte sind die digitale Signalverarbeitung und applikationsspezifische Sensorlösungen, insbesondere im Bereich der lagerlosen, magnetischen Drehgeber.

Referent: Christian Ganser | Fritz Kübler GmbH

Nach dem Studium der Elektro- und Informationstechnik mit der Vertiefungsrichtung Nachrichtentechnik an der HTWG Konstanz, in den Jahren 2009 bis 2014, begann Herr Ganser mit der Bearbeitung von Themen im Bereich der leitungsgebundenen Übertragung von Sensordaten in der Vorentwicklung der Fritz Kübler GmbH. Seit einiger Zeit gehört die Integration von Sensoren zur Positionserfassung und Drehzahlregelung, die auf dem magnetischem Wirkprinzip beruhen, zu seinem Aufgabengebiet. Schwerpunkte sind hierbei Antriebssysteme, die sich unmittelbar im Wirkbereich von Fremdmagnetfeldern befinden. Das Augenmerk liegt hierbei auf praxisnaher und kundenorientierter Ausarbeitung von Lösungskonzepten für verschiedenste Anwendungsprobleme.

12:40 Uhr
Mittagspause & Ausstellung
14:00 Uhr
Schnelle Entwicklung von Embedded-Servoreglern mit dediziertem Controller Bausteinen mehr
Der Vortrag zeigt am konkreten Beispiel, wie mit Hilfe intelligenter Regler-Komponenten in wenigen Arbeitsschritte effiziente Motorregler entwickelt werden.

Lernziel: Anforderungen, System-Design Embedded-Servocontroller, Aufbau & Struktur der Software, Parametrierung der Regler-Software.

Personal Service Roboter sind die mit Abstand wachstumsstärkste Anwendung für elektrische Antriebe unserer Zeit. Von elektrischen Haushaltshelfern wie Staubsaugern und Rasenmähern bis hin zu Pflegerobotern. Die Geräte verfügen über eine Vielzahl einzelner Antriebe und erfordern daher eine kompakte und kostengünstige Motorsteuerung. Da die Geräte ausnahmslos Batteriebetrieben sind, ist ein hoher Wirkungsgrad und damit eine Servoregelung zwingend erforderlich.

Dieser Vortrag demonstriert wie man mit Hilfe Intelligente Regler-Komponenten innerhalb weniger Arbeitsschritte performante und effiziente Motorregler entwickelt. Es wird am Beispiel einerseits aufgezeigt, welche Anforderungen eine typische Anwendung an die Controller Performance stellt und dargestellt, in welchen Schritten die Anforderungen erfüllt werden.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Anforderung
  • Systemdesign Embedded Servocontroller
  • Aufbau Struktur Software

Referent: Jonas Proeger | TRINAMIC Motion Control

Jonas P. Proeger studierte Elektrotechnik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und ist seit 2010 bei TRINAMIC Motion Control tätig. Seit 2012 leitet Jonas Proeger Das Marketing der „fabless semiconductor company” mit einem einzigartigen, applikationsgetriebenen Produkt-Portfolio von Integrierten Schaltungen, Chipsätzen und Modulen für den wachsenden „embedded motion control“ Markt. Jonas Proeger verfolgt bei der Produktdefinition das Ziel Embedded-Entwicklern den Zugang zu präziser und verlässlicher Antriebstechnik so einfach wie möglich zu gestalten.

Referent: Michael Randt | TRINAMIC Motion Control GmbH

Michael Randt ist Gründer und Geschäftsführer der TRINAMIC Motion Control GmbH & Co. KG. Im elterlichen Elektromaschinenbaubetrieb gab es schon früh ein Kontakt zu Motoren und Generatoren. Konsequent studierte er Elektrotechnik an der TU Braunschweig, zunächst mit dem Fokus auf den Entwurf elektrischer Maschinen – mit dem Aufkommen der ersten Mikroprozessoren dann mit Schwerpunkt Regelungstechnik. Nach einem Berufseinstieg als Entwicklungsingenieur im Aerospace-Bereich 1987 erfolgte dann der Schritt in die Selbständigkeit im Jahre 1991 – die Gründung eines Ingenieurbüros. Seit 2004 leitet Michael Randt die TRINAMIC Motion Control, eine erfolgreiche „fabless semiconductor company” mit einem einzigartigen, applikationsgetriebenen Produkt-Portfolio von Integrierten Schaltungen, Chipsätzen und Modulen für den wachsenden „embedded motion control“ Markt. Neben der Erfüllung kaufmännischer Aufgaben ist Michael Randt immer noch involviert in die Produktentwicklung und mischt sich – manchmal zum Leidwesen seiner Mitarbeiter – oft in Details ein und greift gerne zu Lötkolben und Oszilloskop...

14:40 Uhr
Faseroptische Temperatur-Sensoren in den Wicklungen ermöglichen erstmals Messungen zur Bewertung von z.B. dynamischen Temperaturverläufen mehr
Faseroptische Temperatur-Sensoren in den Motorwicklungen ermöglichen erstmals Messungen zur Bewertung von z.B. dynamischen Temperaturverläufen in E-Motoren. Der Vortrag lässt Wirkungsprinzipien faseroptischer Sensorik und Messtechnik verstehen, um deren Eigenschaften einzuordnen. Anwendungsgebiete, für die FBG-Technologie besonders prädestiniert ist, werden beleuchtet, darunter insb. auch typische Applikationen zur Qualifizierung von E-Motoren.
Zudem werden Aspekte zum technischen und administrative Umgang mit Hochspannung behandelt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Wirkprinzipien von FBG-Technologie
  • spezifische Vorteile und Nutzen der Technik
  • praktische Anwendungen am E-Motor

Referent: Martin Riedel | imc-tm

Erlangte sein Diplom in Elektronik an der TU Berlin und ist seit 1991 bei der imc Test & Measurement GmbH in Berlin beschäftigt. In langjähriger Tätigkeit als Analog- und Mixed-Signal Hardware-Entwickler war er maßgeblich am Aufbau des breit gefächerten Messverstärker-Portfolios von imc beteiligt, sowie von Komponenten für Embedded Systeme zur Messdatenverarbeitung. Mittlerweile verantwortet er für imc das technische Produkt-Marketing und beschäftigt sich mit Produktkonzepten und technischer Kommunikation.

15:20 Uhr
Kaffeepause & Ausstellung
16:00 Uhr
Antriebe für intelligente Robotik nach dem Vorbild biologischer Funktionen mehr
Lernziel: verbesserte mechatronische Lösungsansätze, Dynamik, Regelungssoftware, zugrunde liegende Mathematik, Sensorik.


Kollaborative Roboter oder kurz Cobots arbeiten mit Menschen gemeinsam und sind im Produktionsprozess nicht durch Schutzeinrichtungen von diesen getrennt. Cobots verfügen über eigene Sensoren, die Verletzungen beim menschlichen Mitarbeiter verhindern sollen. Cobots sind zu eigenen selbstgesteuerten Bewegungen fähig, die theoretisch sehr viel schneller sind als sie im kollaborativen Betrieb eingesetzt werden können, da die Sicherheit des Menschen im Vordergrund steht. Wenn man so will, sind Prothesen und Exoskeletons ein Spezialfall von sehr eng kollaborierenden Cobots und müssen ähnliche Anforderungen erfüllen.
Was sind die Herausforderungen, will man die volle Leistungsfähigkeit der Roboter im kollaborativen Bereich nutzen? Der Vortrag beleuchtet einige Aspekte und Konzepte menschlicher Bewegung, die für zukünftige kollaborative Roboter wichtig sind. 

Wie macht man die Bewegungen kollaborative Roboter und Prothesen menschenähnlicher? Ausgehend von Eigenschaften des menschlichen Bewegungsapparat will der Vortrag zu Überlegungen anregen, in welche Richtung gängige Antriebslösungen weiter zu entwickeln sind. Welche mechanischen Lösungsansätze können das biologische Vorbild aus Sehnen, Gelenken, Muskeln und Nervensystem abbilden? Dabei sind zeitliche, dynamische als auch regelungstechnische und energiesparende Aspekte zu berücksichtigen. Wie vermeidet man Reibung und wie setzt man Gelenke mit extrem tiefer Reibung und elastischem Verhalten ein? Wie sollte eine Sensorik ausgestaltet sein? Welchen Einfluss haben diese Gesichtspunkte auf Regelungssoftware und die zugrunde liegende Mathematik?



Referent: Dr. Urs Kafader | maxon motor

Urs Kafader ist seit über 20 Jahren für die technische Ausbildung bei maxon motor verantwortlich. Er führt Schulungen zur Technik und zum Einsatz von maxon Produkten durch – für die Mitarbeitenden am maxon Hauptsitz in Sachseln, für das internationale Verkaufsnetz, aber auch für Kunden. Der promovierte Physiker absolvierte zusätzlich ein MBA in Produktionswissenschaften. Seine berufliche Laufbahn begann er am Institut für Festkörperphysik der ETH Zürich.

16:40 Uhr
Stabilisierung von schnell laufenden magnetisch gelagerten Rotoren mehr
Lernziel: stabile Regelung von Rotoren mit hohem gyroskopischen Effekt, Verringerung der Unwuchtvibrationen bzw. des Unwuchtstroms, Sensitivitätsuntersuchungen des Regelsystems.

Aktive Magnetlager werden häufig für die Lagerung rotierender Wellen eingesetzt, falls ein reibungs- und verschleißarmer Betrieb gefordert wird. Zur Stabilisierung der schwebenden Welle ist jedoch eine Positionsregelung notwendig, welche gewissen Robustheitsanforderungen unterliegt.

Die Positionsregelung alleine garantiert noch kein ausreichend gutes Laufverhalten des Rotors im gesamten Betriebsbereich. Aufgrund der mit steigender Drehzahl höher werdender Unwuchtvibrationen ist oftmals eine Unwuchtkompensation nötig.

Dieser Vortrag beschäftigt sich daher mit der Entwicklung und Analyse von Regelungsmethoden zur Stabilisierung solcher Rotoren. Die Zielsetzung liegt dabei nicht ausschließlich in der Entwicklung der bestmöglichen Regelung, sondern auch in der Berücksichtigung der Implementierbarkeit für den industriellen Einsatz.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Stabile Regelung von Rotoren mit hohem gyroskopischen Effekt
  • Stabilitäts- und Sensitivitätsuntersuchungen des Regelsystems
  • Verringerung der Unwuchtvibrationen bzw. des daraus resultierenden Strombedarfs
Referent: Dr. techn. Markus Hutterer | TU Wien

Herr Dr. Markus Hutterer, Jahrgang 1989, lebt mit seiner Frau in Niederösterreich. Er absolvierte das Bachelorstudium Mechatronik an der FH Wiener Neustadt 2012, das Masterstudium Automatisierungstechnik 2014 und das Doktoratsstudium an der TU Wien 2018. Seit 2012 ist Markus Hutterer am Institut für Energiesysteme und elektrische Antriebe beschäftigt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Auslegung und Regelung von aktiven bzw. hybriden Magnetlagerstrukturen.

17:20 Uhr
Ende des zweiten Veranstaltungstages
19:00 Uhr
Abendveranstaltung im MAINFRANKEN MOTORDROM beim gemeinsamen eKart fahren

Mittwoch, 27. März 2019

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:50 Uhr
Begrüßung zum dritten Veranstaltungstag:
EMV, Ökonomie, Recht
Referent: Gerd Kucera  | Vogel Communications Group GmbH & Co. KG
09:00 Uhr
Vorstellung der Table-Top-Aussteller
09:20 Uhr
EMV-gerechte Integration von Elektroantrieben in E-Fahrzeugen mehr
Um nachhaltig die zukünftige Mobilität unserer Gesellschaft umweltfreundlich und ressourcenschonend zu realisieren, ist die Entwicklung von elektrisch getriebenen Fahrzeugen zwingend erforderlich. Die Komplexität des Fahrzeugbordnetzes steigt deutlich. Es muss ein elektrisches Antriebssystem mit einer signifikant höheren Spannungsebene gegenüber dem konventionellen Bordnetz und schnellen Schaltvorgängen von leistungselektronischen Umrichtern sowie DC-DC-Wandlern ins Fahrzeug integriert werden. Die EMV-Anforderungen des Gesamtsystems im Elektrofahrzeug können nur erfüllt werden, wenn man das elektrische Antriebssystem vorerst auf Systemebene detailliert analysiert und die Störungen des Hochvoltbordnetzes gezielt filtert und zum konventionellen Bordnetz entkoppelt. Die Entkopplung gelingt nur durch anspruchsvolle und auf einander abgestimmte Lösungen. Damit die elektromagnetischen Störsignale die bestimmungsgemäße Funktion anderer Elektroniksysteme im Fahrzeug nicht beeinflussen, wird neben dem Einsatz von „automotive“-tauglichen Filterkonzepten in den Hochvoltkomponenten das gesamte Hochvoltsystem als vollständig geschirmtes System in das Fahrzeug integriert. Die EMV-Eigenschaften des Hochvoltsystems werden daher auch entscheidend durch die geschirmten Leitungen und der dazugehörigen Kontaktierungen beeinflusst. Zum Nachweis der Erfüllung der EMV-Eigenschaften der Hochvoltkomponenten müssen Mess- und Prüfverfahren neu spezifiziert bzw. modifiziert werden müssen.

Lernziel: Herausforderungen und Anforderungen zur Sicherstellung der EMV von Hochvoltkomponenten verstehen sowie deren Lösungsmöglichkeiten und Validierung anwenden können.

Referent: Prof. Matthias Richter | Westsächsische Hochschule Zwickau

1984 – 1988: Ingenieurhochschule Zwickau, Studium Elektrotechnik, Abschluss: Dipl.-Ing.;

1988 – 1994: Technische Hochschule Zwickau, Wissenschaftlicher Mitarbeiter;

1995 –1996: Siemens Automobiltechnik GmbH Mosel, Projektingenieur, Gesamtverantwortung Qualitätssicherung beim Aufbau einer fraktalen Fertigung bei Skoda in Mlada Boleslav

1996 – 1998: Adam Opel AG Rüsselsheim, Versuchsingenieur Elektromagnetische Verträglichkeit;

1998 – 2006: AUDI AG Ingolstadt, Elektronikentwicklung/EMV und Elektronikprojektleitung A2,

ab 2003 Leiter Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), Berufung Management AUDI AG

ab 2005 Leiter EMV- und Antennenentwicklung;

seit 01/2007: Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ), Prof. EMV und Nachrichtentechnik;Forschungs- und Transferzentrum (FTZ) an der WHZ, Leiter Forschungsstelle Automobilelektronik & EMV, 2011-2016 Prorektor Forschung und Wissenstransfer,

seit 01/2018: Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Direktor des Forschungs- und Transferzentrums (FTZ) e. V. an der Westsächsischen Hochschule Zwickau

10:00 Uhr
Ganzheitliche Modellierung und Co-Simulation von Antriebsmechatronik zur Optimierung von u.a. Wirkungsgrad und Lastprofil am virtuellen Prototyp mehr
Lernziel: EMI/EMC-Eigenschaften frühzeitig analysieren, Re-Designs von Ansteuerelektronik, Leiterplatte und Kühlkonzepte vermeiden.

Miniaturisierung von Antriebstechnik bei gleichzeitiger Leistungssteigerung erfordert stabile und zuverlässige Designs. Im Vortrag werden Methoden zur zielorientierten Entwicklung von Antriebsmechatronik aufgezeigt, um:
  • EMI/EMC-Eigenschaften frühzeitig analysieren
  • Re-Designs von Ansteuerelektronik vermeiden
  • Kühlkonzepte für Leiterplatte und Antriebssystem
Beim iterativen Design über die Grenzen der Ingenieurdisziplinen (Elektronik, EMV, Mechanik und Thermik) sind die Methoden und Schnittstellen der Werkzeuge entscheidend. Gewünschte Optimierungen erfordern ggf. Änderungen in allen Disziplinen. Um die richtigen Veränderungen vorauszusagen hilft ein virtueller Prototyp, mit dem ohne Materialkosten interdisziplinär das gesamte System aus Elektronik und Mechanik/Motor simuliert werden kann.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • EMI/EMC-Eigenschaften frühzeitig analysieren
  • Re-Designs von Ansteuerelektronik vermeiden
  • Kühlkonzepte für Leiterplatte und Antriebssystem

Referent: Dirk Müller | FlowCAD

• Studium der Elektrotechnik mit der Vertiefungsrichtung Technische Informatik

? Support und später Vertrieb von Embedded Computern für Industriedrucksysteme

? 2 Jahre verantwortlich für französisches Tochterunternehmen

? 3 Jahre Aufbau und Verantwortung für Tochterunternehmen in USA

• 2 Jahre direkter Vertrieb von Cadence PCB Produkten in Zentraleuropa

• Gründung von FlowCAD als PCB Produkte Vertrieb für Cadence

• FlowCAD bietet heute Software für die Simulation und das Design von Elektronik

10:40 Uhr
Kaffeepause & Ausstellung
11:20 Uhr
Ökologische & ökonomische Bewertung des Ressourcenaufwands effizienter Elektromotoren in der Industrie mehr
Lernziel: Lebensdaueranalyse von der Herstellung bis zur Entsorgung, Ergebnisse der Studie.

Neben der Auswahl der Effizienzklasse eines Motors gibt es noch andere Möglichkeiten, um Verluste und Verbräuche elektromotorischer Systeme zu minimieren: zum Beispiel über eine intelligente Motorsteuerung bzw. -regelung, variable Lastprofile oder eine optimale Systemauslegung. Eine neue Studie des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zeigt, dass diese Effizienzpotenziale mithilfe einer Lebenswegbewertung sichtbar gemacht und erschlossen werden können.
Referent: Dr. Ulrike Lange | VDI ZRE Berlin

Dr.-Ing. Ulrike Lange studierte an der TU Dresden Abfallwirtschaft und Altlasten, promovierte über ökologische und ökonomische Effekte der illegalen Verbringung von Elektroaltgeräten und erarbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Intecus GmbH fachliche Studien u.a. für das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium. Die Promotion schloss sie 2013 mit einem Dr.-Ing. ab. Neben umfangreichen Projekttätigkeiten in den Bereichen Recycling und Verwertung von Elektroaltgeräten, Stoffstrommanagement von Abfallströmen, Gestaltung kommunaler Abfallwirtschaftskonzepte und ökobilanzielle Bewertungen von Verwertungswegen, lag ein fachlicher Fokus ihrer Arbeit auf dem produktionsintegrierten Umweltschutz im produzierenden Gewerbe. Seit März 2016 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH mit dem Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft tätig.

12:00 Uhr
Lebenszyklusanalysen zur Optimierung elektromotorischer Systeme mit praktischer Anwendung in Entwicklung und Vertrieb mehr
Mit Hilfe eines Kalkulators werden ökologische und ökonomische Lebenszyklusberechnung demonstriert, die Einzelmotorenvergleiche und elektromotorische Systemvergleiche erlauben. 

Lernziel: Lebenszyklusdenken praktisch erfahren und seine Anwendung zur Optimierung von Motorsystemen verstehen.
Referent: Dr. Constantin Herrmann | Thinkstep

Dr.-Ing. Constantin Herrmann ist seit 2004 bei der thinkstep AG zuerst Bereichsverantwortlicher für produktbezogene Umweltbewertung, heute als Teamleiter „Metals, Manufacturing & Electronics“ tätig. Er studierte Maschinenbau an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg und promovierte am Institut für Kunststoffprüfung der Universität Stuttgart, wo er 7 Jahre als Bereichsverantwortlicher für Elektronik tätig war. Bei thinkstep erstreckt sich seine Verantwortung von der inhaltlichen Anleitung und Weitergabe der Marktexpertise bis hin zur Qualitätssicherung. Als Experte in Elektrik, Elektronik, Metalle und Recycling ist Herr Herrmann für alle europäisch und national geförderten Projekte in den Bereichen verantwortlich. Darüber hinaus leitet er als Principal Consultant Schlüsselprojekte aus der industriellen Fertigung, Elektrik und ausgewählten Metallen hauptsächlich mit Unternehmen der Industrie selbst. Schwerpunkt liegt auf der ökologischen Bewertung von Produkten und Produktsystemen und der strategischen Beratung zum Unternehmensmehrwert durch Nachhaltigkeit. Mit mehr als zwanzig Jahren Berufserfahrung auf dem Gebiet der Prozess- und Nachhaltigkeits-analyse ist er ein ausgewiesener Expert im Bereich Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment) und weist kontinuierlich über seinen beruflichen Werdegang fundierte Expertise in der industriellen Fertigung mit Schwerpunkt Elektrik und Elektronik auf. Dabei können ausgewählte Produkte und Entsorgungssysteme genannt werden wie Elektromotoren und elektromotorische Systeme (inkl. Frequenzumrichter, Gleichrichter oder Starter), Kupferkabel in Energienetzen, Transformatoren und elektrische Antriebe, seltene Erden, Magnete, Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik, Entsorgungssysteme über Kunststoff- und Metallrouten inkl. modernster Trenn- und Sortiertechnologien. Herr Herrmann verfügt über eine langjährige Erfahrung in Teamführung und Projektmanagement, ist in der Entwicklung von Ökobilanzmethoden, -software und -datenbanken aktiv integriert und verfügt über zahlreiche Kontakte in die Elektro- und Elektronikwirtschaft. Darüber hinaus hält er seit über 10 Jahren Vorlesungen zum Thema Ökobilanzierung als Gastdozent an unterschiedlichen Universitäten.

12:40 Uhr
Mittagspause & Ausstellung
14:00 Uhr
Die FEM-Simulation als integraler Bestandteil während der Musterphase in der Motorenberechnung mehr
 Lernziel: technischer Einblick in die simulationsgestützte Auslegung, Detaillierung und Systemintegration von elektrischen Antrieben, Methoden und deren praktische Umsetzung für eine effiziente Simulation.


Die Entwicklung eines Elektromotors geht heute mehr denn je mit einer Vielzahl verschiedener Herausforderungen und Vorgaben einher. Lastenhefe und Kundenanforderungen werden immer umfangreicher und komplexer. Gleichzeitig muss das Entwicklungsteam bereits bei der Akquise in der Lage sein, konkrete Aussagen zu treffen. Ein probates Werkzeug ist die FEM-Simulation, die heute über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg eingesetzt und ein integraler Bestandteil der modernen Motorenberechnung geworden ist. Softwarepakete wie MotorCAD versetzen den Produktentwickler schon sehr früh in die Lage, eine grobe elektromagnetische und thermische Auslegung zu berechnen. Dieser Entwurf wird über stochastische Methoden und Parameterstudien verfeinert und systematisch zu einem anforderungsgerechten Zieldesign geführt.
In den folgenden Entwicklungsphasen wird dann die thermische und akustische Berechnung des Motors im Detail untersucht. Abschließend bieten reduzierte Modelle eine Möglichkeit rechenintensive Aufgaben, wie z.B. die Simulation eines Lastzyklus, innerhalb von Sekunden zu lösen.
Dieser Vortrag gibt auch Entwicklern, die FEM-Simulationen selbst noch wenig oder gar nicht einsetzen, einen technischen und anwendungsorientierten Überblick über die Vorgehensweise und nützliche Hinweise, wie klassische Aufgaben in Entwicklung und Konstruktion bewältigt werden können.

Referent: Philipp Siehr | Cadfem GmbH

- 2009-2016: Studium Mathematik, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Schwerpunkte im Bereich FEM-Numerik und Methodenentwicklung für verschieden physikalische Anwendungen, unter anderem Strömung, Fluid-Struktur-Interaktion und Quantenchemie.

- 2016-2018: Simulationsingenieur bei AMK Automotive GmbH & Co. KG. Schwerpunkte im Bereich der Toolentwicklung zur effizienten Simulation eines Motorenbaukastens auf Basis der FEM und analytischen Ansätzen, sowie in der Parametermodellierung.

- Seit 2018: Business Development Manager bei der CADFEM GmbH in Grafing bei München. Schwerpunkte im Bereich Berechnung elektrischer Maschinen, von der Auslegung über Detailanalysen und multiphysikalischen Anwendungen bis hin zur Systemintegration.

14:40 Uhr
Antriebstechnik - ja, (rechts-)sicher! mehr
Unser Rechtssystem gliedert sich in das Strafrecht, Zivilrecht und öffentliche Recht. Alle drei Bereiche sind haftungsrechtlich relevant.

Lernziel: Vermittelt wird Basiswissen zur Haftung, wenn auf Autonomie getrimmten Systeme versagen.


Computer und industrielle Produktionsanlagen steuern in unserer Welt Maschinen, Roboter, Prozesse und künftig sogar Autos. Die Vernetzung der realen Welt mit Informationssystemen unterschiedlichster Art birgt aber auch Risiken: Fehler und Ausfälle können nicht nur wirtschaftliche Schäden verursachen, sondern auch Leib und Leben bedrohen. Innerhalb dieser immer komplexer werdenden Welt nehmen jedoch auch die Haftungsrisiken für Unternehmen enorm zu und bedrohen durchaus ihre Existenz, falls es doch einmal zu einem Schadensfall kommt.

Vorsätzliche Angriffe von außen stellen hier für Unternehmen eine zusätzliche Belastung dar.

Für Unternehmen und Produktentwickler wird das Wissen über die haftungsrechtlichen Konsequenzen, die sich für das eigene Unternehmen und seine Produkte und Entwicklungen aus Zivilrecht, Strafrecht und Öffentlichem Recht ergeben können, immer wichtiger. Dies gilt insbesondere für alle Unternehmen, die sich im Umfeld der sogenannten „Industrie 4.0“ bewegen. Die gesamte technische Umgebung muss durch die vorhandenen Möglichkeiten gesichert werden, damit Schadensursachen vermieden und keine Sabotage von außen möglich ist. Andernfalls kann es auch für den, der sein Unternehmen nicht ausreichend schützt, rechtliche Konsequenzen haben.

Wenn es hier eine Bewusstheit gibt, wird klar, wie Schadensursachen identifiziert und beseitigt werden können.
Idealerweise wird dadurch eine gute Basis für Innovation geschaffen.


Ihr Nutzen:

Sie erhalten einen ersten Einblick in die rechtliche Haftungssystematik und den aktuellen Stand der Diskussion, die sich um elektronische Systeme und technische Produkte (z. B. Softwareentwicklungen, teilautonome oder autonome Systeme) ergibt. Sie erhalten Impulse, wie Sie Schadensursachen reduzieren und damit einen betriebswirtschaftlichen Nachteil (Regressansprüche, Rückrufaktion, Imageschaden, u. ä.) abwenden können.

Referent: Susanne Meiners | NewTec GmbH

Susanne Meiners studierte Jura an der Universität Augsburg. Sie arbeitete nach dem Studium als Rechtsanwältin und zusätzlich als Dozentin im Bereich Zivilrecht. Für die Firma NewTec ist sie seit über fünf Jahren in der Abteilung Safety & Security für juristische Fragestellungen zuständig und bietet Schulungen und Workshops an, deren Ziel es ist, bei Unternehmen ein Bewusstsein zu rechtlichen Haftungsthemen zu entwickeln und sie dabei zu unterstützen, ihre Produktqualität zuverlässig und nachhaltig zu verbessern. Zusätzlich ist sie als Coach und zur Mediatorin ausgebildet und agiert als Trainerin in Unternehmen mit Themenschwerpunkten im Bereich Change Management, Leadership und Teamentwicklung.

15:20 Uhr
Kaffeepause & Ausstellung
16:00 Uhr
Rechtssichere Verwendung von Open Source Software in Embedded Systems mehr
Lernziel: Aus gerichtlichen Entscheidungen erkennen, wann die Nichteinhaltung von Lizenzpflichten zu Sanktionen führen.

Open Source Software wird heute nahezu in allen Applikation eingesetzt. Auch Embedded Systems enthalten Open Source Software. Die Compliance Anforderungen stellen die Hersteller vermehrt vor große praktische Herausforderungen. Die Verwendung von Open Source Software ist nicht frei von Pflichten. Beim Vertrieb sind strenge Vorgaben zu beachten, deren Nicht-Einhaltung zu urheberrechtlichen Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen führen kann. Bereits gibt es Open Source Trolle, die daraus für sich Kapital schlagen. Wichtig für die Hersteller ist, dass sie wissen, was in ihren Produkten enthalten ist. Das gilt umso mehr, wenn von einem Lieferanten dazu gekauft wird. Eine umfassende Lizenzdokumentation ist eine der entscheidenden Anforderungen für Open Source Compliance. Zudem müssen praktikable Lösungen gesucht werden, wie Lizenzpflichten praktikabel und transparent umgesetzt werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Risiken beim Einsatz von Open Source Software
  • Grundsätzliche Aspekte der Open Source Compliance
  • Praktische Umsetzung von Lizenzpflichten

Referent: Stefan Haßdenteufel | SSW Schneider Schiffer Weihermüller
16:40 Uhr
Ende der Veranstaltung

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