Programm 2017

Die Agenda zum Praxisforum Elektrische Antriebstechnik 2018 vom
20. - 22. März 2018
in Würzburg wird nun erstellt. Sollten Sie Interesse haben ein Vortragsthema einzureichen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt  auf.

Werfen Sie auch gerne einen Blick auf das Vortragsprogramm des Praxisforum Elektrische Antriebstechnik 2017:


04.04.:
Chip-Lösungen & Power Devices für Motion Control

05.04.:
Energieeffizienztag: Best Practice-Beispiele & anwendbare Forschungsergebnisse


06.04.:
Intelligente Sensoren, Software & Simulation


Am zweiten und dritten Veranstaltungstag fand begleitend eine Fachausstellung statt.

Dienstag, 4. April 2017

09:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
09:50 Uhr
Begrüßung zum 1. Tag: Chip-Lösungen & Power Devices für Motion Control
Referent: Gerd Kucera  | Vogel Business Media
10:00 Uhr
Sensorloses Ansteuerverfahren mit multisensorischen Fähigkeiten zur energieeffizienten Regelung von PMSM im gesamten Drehzahlbereich mehr
Mittels Erfassung des Sternpunktpotentials permanentmagneterregter Synchronmaschinen lassen sich rotorlageabhängig variierende Stranginduktivitäten beobachten und daraus die Ausrichtung des magnetischen Gesamtflusses mit hoher zeitlicher und örtlicher Auflösung bestimmen. Der so erfasste innere magnetische Zustand der PMSM erlaubt eine energieeffiziente Ansteuerung im gesamten Drehzahlbereich inklusive Stillstand und liefert darüber hinaus in Echtzeit weitere Informationen zum spezifischen inneren Aufbau der jeweiligen elektrischen Maschine. Der Beitrag erläutert zunächst das zugrunde gelegte Direct Flux Control (DFC) Verfahren. Anschließend wird auf Implementierungen aus den Bereichen E-Mobility und Fördersysteme für sich selbst organisierende Warenströme und Produktionsprozesse in Form von hochintegrierten verteilten Systemen eingegangen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Wie funktioniert das sensorlose Ansteuerverfahren DFC?
  • Welche Informationen kann ich neben der Rotorlage noch mit DFC gewinnen?
  • Wo kommt DFC zum Einsatz?

Referent: Prof. Dr.-Ing. Matthias Nienhaus | Steinbeis Transferzentrum "Embedded Drive Systems"

Matthias Nienhaus, geb. 1963 in Wessum (NRW), studierte Feinwerktechnik an der Fachhochschule Furtwangen und Elektrotechnik an der Universität Erlangen-Nürn¬berg. 1998 promovierte er an der Universität Kaiserslautern im Bereich Mikro-technik. Sein beruflicher Weg begann mit einer Lehre zum Uhrmacher und führte ihn als Ingenieur über die Firmen Bosch und Siemens zum Institut für Mikrotechnik Mainz. Dort leitete er zuletzt die Abteilung Feinwerktechnik. Ende 2000 gründete er mit Partnern die Firma mymotors & actuators GmbH und war dort von 2001 bis 2009 als Geschäftsführer für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Kleinst- und Mikromotoren verantwortlich. 2003 wurde die Firma Teil der Faulhaber Gruppe, einem mittelständischen Hersteller von Kleinst- und Mikroantrieben. 2009 wechselte er als Bereichsleiter Mikrosystemtechnik an den Stammsitz der Faulhaber Gruppe in Schönaich bei Stuttgart und koordinierte von dort aus für die Firmengruppe die natio¬nalen und inter¬natio¬nalen Aktivitäten zur Mikrosystemtechnik. Zum 1. Septem¬ber 2010 wurde er als Professor für Antriebstechnik in ein Beamtenverhältnis an die Universität des Saarlandes berufen. Der Forschungs¬schwerpunkt liegt auf den Kleinantrieben.

10:40 Uhr
Auslegung und wichtige Aspekte der Dimensionierung eines typischen automobilen Kleinantriebs und Möglichkeiten der Implementierung am Beispiel eines universellen smarten Aktuators mehr
Im modernen Umfeld der automobilen Smart Aktuatoren findet ein Umdenken statt von klassischen DC-Motoren hin zu BLDC-Motoren.
Dieses Umdenken wird begleitet von steigenden Anforderungen an Funktionalität und Robustheit auf der einen Seite, aber auch von Bestrebungen auf der anderen Seite, Implementierungen zu vereinheitlichen und kommunikationsfähig zu gestalten, um verschiedenste Applikationen als Smarter Aktuator zu unterstützen.

Die wichtigsten Anforderungen werden übersichtlich erläutert und mit ihren entsprechenden Auswirkungen auf die Implementierung dargestellt.
Dabei wird ebenfalls der durch die smarten Anforderungen erweiterte Funktionsraum betrachtet und ein Ausblick gegeben, welche Entwicklung aktuelle Applikationen in naher Zukunft vorweisen können.

Am Ende kann ein realer Smarter Aktuator in Betrieb erlebt werden - mit der Möglichkeit, verschiedenste Applikationen nahezu universell zu bedienen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Dimensionierung typischer automobiler Kleinantriebe
  • Implementierung von Dimensionierungen am Beispiel universeller Aktuatoren
  • Aufbau typischer automobiler smarter Aktuatoren
Referent: Adriano de Rosa | IC-Architekt TDK-Micronas

Adriano De Rosa arbeitet als IC Architekt bei TDK-Micronas und ist im Bereich R&D zuständig für Konzept und Archiktektur der Embedded Motor-Controller Lösungen.

Referent: Rüdiger Laschewski | TDK-Micronas

Rüdiger Laschewski ist seit 1996 im Bereich Automotive tätig. Im Februar 2015 wechselte Herr Laschewski zu Micronas, um dort den Produktbereich der embedded Motor-Controller zu übernehmen. Hier kann er die umfassende Erfahrung gewinnbringend einsetzen, die er in seinen bisherigen Positionen in den Bereichen Engineering für Mikrocontroller sowie Engineering und Projektleitung für Mikrocontroller Software-Development und Automotive Networking, sowie im Bereich der Leitung des technischen Marketings für automobile analoge ASIC gesammelt hat.

11:20 Uhr
Kaffeepause
11:50 Uhr
Realisierung einer hochintegrierten Ansteuerung für BLDC-Antriebe kleiner Leistung bis 15 W mit MCU (mit Praxisdemo) mehr
Bürstenlose Antriebe haben gegenüber bürstenbehafteten Antrieben viele Vorteile, benötigen jedoch eine aufwändigere Elektronik zur Durchführung der Kommutierung. Durch Integration von Komponenten wie Gate-Treibern, Operationsverstärkern oder sogar Leistungstransistoren in speziell für Antriebszwecke entworfenen Controller-Chips können externe Bauelemente jedoch auf ein Minimum reduziert werden. Dadurch können Bauraum und Kosten der Ansteuerung verringert und die Systemzuverlässigkeit erhöht werden.

Der Vortrag zeigt, wie mithilfe solcher moderner Controller leistungsfähige und kompakte BLDC-Ansteuerungen für niedrige Antriebsleistungen realisiert werden können. Anhand des Beispiels eines drehzahlgeregelten Antriebs werden Umsetzungsmöglichkeiten und auftretende Problemstellungen diskutiert sowie mögliche Anwendungsbereiche aufgezeigt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Realisierung kompakter Ansteuerungen mithilfe neuartiger Motor-Controller


Referent: Klaus Schuhmacher | Universität des Saarlandes - Lehrstuhl für Antriebstechnik (LAT)

Klaus Schuhmacher (geb. 1991 in Trier) studierte Mechatronik an der Universität des Saarlandes und beendete das Studium 2016 mit dem Master-Abschluss. Während des Studiums arbeitete er am Lehrstuhl für Antriebstechnik als wissenschaftliche Hilfskraft und ist seit Juli 2016 am selbigen als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. Dort beschäftigt er sich vor allem mit der Integration von Ansteuerungen und sensorloser Ansteuerverfahren in den Motor zur Realisierung kompakter mechatronischer Antriebssysteme.

12:30 Uhr
Analyse des Regelverhaltens laufzeitoptimierter Mehrachsregelsysteme mehr
  • Mehrachsregelung
  • Echtzeit-Feldbus
  • Regleroptimierung
Moderne Mehrachsregelsysteme nutzen effiziente Servoantriebe zur Umsetzung einer multidimensionalen Bewegung bspw. in automatisierten Werkzeugmaschinen, Robotern oder Druckmaschinen. Die Bewegung wird dabei durch eine Steuerung koordiniert, welche mit den Servoumrichtern über einen echtzeitfähigen Feldbus (z.B. EtherCAT) verbunden ist. Durch Busübertragungen und Halteglieder verursachte Laufzeiten in den Regelkreisen, beeinflussen maßgeblich das Regelverhalten der Mehrachsregelung. In diesem Vortrag werden daher Einflüsse von Latenzen in der Regelungsstruktur auf das Regelverhalten einer Einzelachsregelung und einer verkoppelten Mehrachsregelung aufgezeigt, sowie Optimierungsansätze in der Antriebs- und Steuerungsentwicklung aufgezeigt.
Referent: Dr.-Ing. Onno Martens | TRINAMIC Motion Control

Onno Martens ist seit April 2016 bei TRINAMIC Motion Control als Hardware Software Design Engineer tätig und entwickelt ICs für Motor Control und Bahnsteuerung. Zuvor hat er am Institut für Regelungstechnik der TU Braunschweig promoviert.

13:10 Uhr
Mittagspause
13:50 Uhr
Warum Kühlung an MOSFETs noch wichtiger ist als an IGBTs mehr
Der Vortrag stellt die Charaktersitika von MOSFET und IGBT gegenüber. Der Ansatz, MOSFETs dort einzusetzen, wo heute typischerweise IGBTs im Einsatz sind wird beleuchtet.
Anhand von Messungen an Prototypen wird demonstriert, was die Kühlung der Halbleiter für einen Einfluss auf die Veränderung wichtiger Parameter hat und wie sie die Effizienz einer Schaltung mit beeinflusst.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Das thermische Verhalten von MOSFETs unterscheidet sich von dem des IGBT
  • MOSFETs werden durch Parallelschaltung effizienter - IGBTs profitieren davon weniger
  • Kühlung hat einen Einfluss auf die Effizienz des Systems - beim MOSFET mehr als beim IGBT
Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Warstein

Martin Schulz hat in der Leistungselektronik promoviert und ist seit 2005 für Infineon Technology tätig. Seit 2011 ist er im Application Engineering tätig, Kerngebiete seiner Tätigkeit umfassen das industrielle Batterieladen, die Elektrifizierung von Großfahrzeugen sowie das Themengebiet Thermisches Management. Er hat mehrere Patente auf dem Gebiet der Lesitungselektronik und ist Senior-IEEE-Member.

14:30 Uhr
Parasitäre Elemente in der Leistungselektronik und ihr Einfluss auf den Leistungshalbleiter mehr
Parasitäre Anteile sind Bestandteil jedes elektrotechnischen Aufbaus.
Im Halbleitermodul finden sich diese Elemente ebenso wieder und führen zu einer gravierenden Abweichung zwischen der Annahme eines idealen Schalters und der Messung am realen Aufbau.
Der Vortrag widmet sich den verschiedenen Anteilen und zeigt auf, welche davon zu minimieren sind und welche sogar gewinnbringend im System zum Einsatz kommen können.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Charakteristische parasitäre Elemente werden erklärt
  • Erkennen des Einflusses dieser Elemente auf das Schaltverhalten von Halbleitern
  • Minimierung oder sogar Nutzbarmachung dieser parasitären Bauteile
Referent: Dr. Martin Schulz | Infineon Warstein

Martin Schulz hat in der Leistungselektronik promoviert und ist seit 2005 für Infineon Technology tätig. Seit 2011 ist er im Application Engineering tätig, Kerngebiete seiner Tätigkeit umfassen das industrielle Batterieladen, die Elektrifizierung von Großfahrzeugen sowie das Themengebiet Thermisches Management. Er hat mehrere Patente auf dem Gebiet der Lesitungselektronik und ist Senior-IEEE-Member.

15:10 Uhr
Kaffeepause
15:40 Uhr
Torque Ripple minimieren: Neue Erkenntnisse und ein neuer Ansatz zur Optimierung von ADC und PWM - wie groß muss die Auflösung der Strommessung sein? mehr
Der sogenannte „Torque Ripple“, der durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird, hat verschiedene Quellen. Zum einen entsteht dieser Ripple durch den Motor selbst, z.B. durch den Aufbau von Stator und Rotor oder das Rastmoment, zum anderen wird er im Umrichter durch Fehler von Offset und Verstärkung begünstigt. Weitere Komponenten, die einen Fehler hinzufügen, sind die Leistungsstufen und deren Totzeit. Alle diese Faktoren bestimmen, wie sanft sich ein Motor dreht, wie stark die Vibrationen im Betrieb sind und wie genau sich der Antrieb im Geschwindigkeits- und Positionsprofil verhält. Da bei einem vorgegebenen Motor sein Aufbau, bzw. die Mechanik nicht beeinflusst werden kann, werden die Methode der Strommessung und der Ansteuerung der IGBTs betrachtet. Dabei ist die erste Frage, ob es ausreicht nur 2 der 3 Motorströme zu messen. Die klare Antwort hierbei lautet: es kommt darauf an. Um die beste Performance zu erreichen, ist die 3 Phasen Messung die bessere Wahl. Der große Vorteil hierbei ist, dass einige Fehler kompensiert werden. Ob auch die etwas günstigere 2 Phasen Messung ausreicht, wird im Vortrag geklärt. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Auflösung von ADC und PWM. Die große Frage hierbei ist: brauche ich 16bit Auflösung am ADC für eine 14bit PWM? Welche minimale Totzeit, bestimmt durch den Gate Treiber und den Leistungsschalter selbst, ist für die sichere Ansteuerung der IGBTs nötig? Andere, für den Torque Ripple entscheidende Parameter sind Offset- und Gain-Drift des ADC. Neben allen diesen Parametern ist die Positionsbestimmung des Rotors ein sehr wichtiger Aspekt für einen geringen Torque Ripple.

Einfluss des Torque Ripples auf die Endanwendung

Eine berechtigte Frage ist, warum es sich lohnt, den Torque Ripple klein zu halten. Ein Beispiel sind CNC Maschinen, wie Dreh- oder Fräsmaschinen, bei denen die Beschaffenheit der Oberflächen der bearbeiteten Bauteile von dem Ripple des Drehmoments abhängen. Ein anderes Beispiel ist der Toyota Prius. Vergleicht man die Baujahre 2004 und 2014 konnte allein durch die Reduzierung des Torque Ripple der Aufwand für die Federung zur Vermeidung von Vibration deutlich reduziert werden, was neben einem finanziellen Vorteil auch einen verminderten Kraftstoffverbrauch zur Folge hat.

Resultat

Durch Verringerung des Torque Ripple können die Kosten des Motors verringert werden oder die Performance des Systems verbessert werden.

Referent: Thomas Brand | Analog Devices

Thomas Brand begann 2015 mit seiner Beschäftigung bei Analog Devices in München als Teil eines Traineeprogramms für Field Applications Engineers. Seit Beginn 2017 arbeitet er in einem Key Account Team intensiv an einer kleineren Kundenbasis. Er studierte zunächst Elektrotechnik an der Dualen Hochschule Mosbach, woraufhin er zwischen 2008 und 2014 im Maschinenbau in der Elektronik Entwicklung arbeitete. Anschließend absolvierte er ein Aufbaustudium der Fachrichtung Internationaler Vertrieb an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Konstanz, im Zuge dessen er erste Kontakte zu Analog Devices knüpfte und dort auch seine Masterarbeit schrieb.

16:20 Uhr
DC-Link Kondensatoren für xEV-Anwendungen: Designoptimierung in Bezug auf Temperatur- und Lebensdaueranforderungen mehr
Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch und wird global immer populärer. Es ist noch ein langer Weg, aber die Automobilindustrie gewinnt an Dynamik und ist auf dem richtigen Weg. Damit diese Technologie auch ein Erfolg wird, ist die Zuverlässigkeit eine absolute Notwendigkeit. Nach dem IGBT-Modul ist der DC-Link-Kondensator die zweitwichtigste Komponente eines Wechselrichtersystems.
Dieser Vortrag diskutiert den DC-Link-Kondensator, hergestellt in einer sogenannten metallisierten Polypropylen-Film Technologie. Seine Vorteile und kritischen Eigenschaften werden kurz vorgestellt und ein Vergleich mit Aluminium-Elektrolyt- und Keramikkondensatoren gezeigt. Der Hauptvorteil von metallisierten Polypropylen-Film (MPPF) -Kondensatoren in Bezug auf Zuverlässigkeit ist ihre Selbstheilungseigenschaft.
Abschließend wird eine Fallstudie für einen DC-Link-Kondensator auf Basis thermischer Simulationen vorgestellt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Anwendung von Film Kondensatoren als Gleichspannungs-Zwischenkreis Kondensator in Elektroautos
  • Verständnis über die Selbstheilungseigenschaft und Lebensdauer von Film Kondensatoren
  • Anforderungen an den Gleichspannungs-Zwischenkreis Kondensator in Umrichter Anwendungen
Referent: Dr.-Ing. Donald Dibra | EPCOS

Dr. Donald Dibra ist 1980 in Tirana, Albanien geboren. Er schloss das Elektrotechnik Studium an der Technischen Universität Wien 2006 ab und promovierte 2010 zum Dr.-Ing. im Bereich Leistungselektronik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Von 2007 bis 2010 war Herr Dibra als Doktorand bei Infineon Technologies AG in Neubiberg angestellt. Bis 2015 war er bei Infineon Technologies AG in der Technologieentwicklung für die Entwicklung des On-Chip ESD Schutzes bei diversen Magnet- und Drucksensoren zuständig. Seit 2016 ist Herr Dibra bei der EPCOS AG in München im Produkt Marketing für Film DC-Link Kondensatoren in xEV Anwendungen tätig.

17:00 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages

Mittwoch, 5. April 2017

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:50 Uhr
Begrüßung zum 2. Tag: Energieeffizienztag mit Ausstellung: Best Practice-Beispiele & anwendbare Forschungsergebnisse
09:00 Uhr
Der PLANETENMOTOR – Eine neue, unkonventionelle Kombination von Elektromotor und Planetengetriebe für hochkompakte, hocheffiziente elektrische Antriebe mehr
Elektrische Maschinen werden häufig mit Getrieben ausgeführt, um die Drehzahl der elektrischen Maschine zu reduzieren und das Drehmoment zu erhöhen. Die klassische Lösung ist, die Abtriebswelle der elektrischen Maschine als Eingang in ein Stirnrad‐ oder Planetengetriebe zu verwenden. Motor und Getriebe stellen daher getrennte Funktionseinheiten dar.
Der vorliegende Aufsatz zeigt einen neuen Ansatz zum kombinierten Aufbau einer Motor/Getriebe‐Einheit, wobei der Motor als ein verteiltes System mit mehreren Rotoren und das Getriebe als Planetengetriebe ausgeführt ist, welches integrierter Bestandteil der
Motorfunktion ist.
Unter Verwendung von synchron laufenden, vorzugsweise permanentmagneterregten Rotoren ergibt sich auf diese Weise ein hocheffizienter, sehr kompakter Antrieb mit der Möglichkeit, die Leistungselektronik einfach an der getriebeabgewandten Stirnseite zu integrieren. Das Klemmenverhalten des Planetenmotors entspricht einer klassischen dreisträngigen Drehstrommaschine, die von einem  konventionellen Umrichter betrieben wird.
Im Vortrag wird die neue Maschinenstruktur hergeleitet, ein elektrisches Ersatzschaltbild angegeben sowie die hochdynamische Regelung gezeigt. Um ein sehr kostengünstiges System zu erhalten, wird bei der präsentierten Maschine die sensorlose Regelung bis Stillstand mit hoher Dynamik, basierend auf dem seit Jahren bewährten INFORM®‐Verfahren verwendet.
Messergebnisse an einem Prototyp mit einer integrierten 1:10‐Untersetzung zeigen die erstaunlichen Eigenschaften des neuen Maschinentyps.
Vorteilhafte Anwendungsgebiete des Planetenmotors sind etwa kompakte, hoch untersetzte Industrieantriebe, z.B. in Robotergelenken, Außenläuferanwendungen, kompakte Windkraftantriebe und Elektroauto‐Antriebsachsen.
Referent: Prof. Dr. Manfred Schrödl | Technische Universität Wien

Management functions in industry:
1993 - 1996: Department manager R&D at ELIN Vienna
1996 – 1998: Division manager of central R&D division at Austria Antriebstechnik, Spielberg, Styria (Austria)
University functions:
Since 1998: Full professor of Electrical drives and machines at TU Vienna
1998-2011 Head of Institute of Electrical Drives and Machines,
2008-2011 Dean of Studies of Faculty of Electrical Engineering at TU Vienna.
Since 2011- : Head of Institute of Energy Systems and Electrical Drives.

09:40 Uhr
Energieeffizienz in geregelten elektrischen Antrieben: Herausforderungen, Lösungen und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen mehr
Energieeffizienz ist eine der beiden Säulen der Energiewende. Denn was nicht verbraucht wird, muss auch nicht erst bereitgestellt werden. Eine wirtschaftlich vertretbare und gleichzeitig hohe Energieeffizienz lässt sich nicht einfach durch regulatorische Forderung eines Wirkungsgrades im Nennpunkt erreichen, sondern viel effektiver durch Wissen über die Zusammenhänge im System.
Der Vortrag geht speziell auf diese Punkte ein und erklärt anhand von Anwendungsbeispielen, wie sich der Energieverbrauch z.B. durch eine gute, bedarfsgerechte Antriebsauslegung und Systemwissen bereits deutlich reduzieren lässt. Darüberhinaus wird am Beispiel von intralogistischen Antriebssystemen gezeigt, wie sich Motoren, Umrichter, Antriebsregelungen und die Bewegungssteuerungen weiterentwickeln können und werden, um zukünftig die erreichbaren Potentiale wirtschaftlich sinnvoll abschöpfen zu können.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Was macht ein energieeffizientes elektrisches Antriebssystem aus?
  • Wie beeinflussen Komponenten und Antriebsauslegung sowie Prozessführung den Energieverbrauch?
  • Wie kann ein energieeffizientes und gleichzeitig wirtschaftliches Antriebssystem zukünftig aussehen? 
Referent: Prof. Dr.-Ing. Holger Borcherding | Lenze SE

Seit 2003 leitet Professor Dr. Holger Borcherding die Lehrgebiete Leistungselektronik, elektrische Antriebstechnik und EMV an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Dort forscht er innerhalb des Instituts Future Energy mit einen Team von achtzehn wissenschaftlichen Mitarbeitern in den Gebieten der elektrischen Antriebstechnik, der Energieeffizienz in Produktionssystemen und der EMV von Leistungselektronik. Darüber hinaus ist der 52-Jährige seit Anfang 2011 der fachliche Leiter des Bereichs Innovation beim Antriebs- und AInsbesondere wird utomatisierungsspezialisten Lenze. Hier koordiniert er die interne und externe Forschung der Lenze-Gruppe. Prof. Dr. Borcherding studierte Elektrotechnik an der Universität Hannover, wo er 1999 auf dem Gebiet der Netzpulsstromrichter promovierte. Von 2000 bis 2003 war er als Entwicklungsleiter für Servoregler bei der Lenze Drive Systems GmbH in Hameln tätig.

10:20 Uhr
Kaffeepause & Ausstellung
11:00 Uhr
Energieeffizienz: Miniatur-Drehstrom-Servomotoren - Motortechnologie und Eigenschaften sehr kleiner Motoren in Verbindung mit Energy Harvesting mehr
Miniatur-Drehstrom-Servomotoren mit Servoeigenschaften, wie sehr hoher Drehmomentdichte, hoher Dynamik und geringem Rastdrehmoment und natürlich der Wartungsfreiheit, erweitern die Familie der bürstenlosen Synchron-Servomotoren mit elektronischer Kommutierung. Diese Motorfamilie wird seit Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts gebaut. Entscheidend für die Entstehung dieser Technologie war die Markteinführung hochremanenter Dauermagnete mit hoher Energiedichte, sowie die Einführung von Transistorwechselrichtern mit hoher Taktfrequenz bis 16 kHz. Nachfolgende Entwicklungen bei Mikrocomputern führten zur vollständigen Digitalisierung der Signalverarbeitung in der Leistungselektronik und kennzeichnen den heutigen Stand der Technik. Die typischen Abmessungen von Servomotoren reichen von 40 mm bis hin zu 220 mm Statoraußendurchmesser bei Drehmomenten von 1 bis 1.000 Nm. Größere Servomotoren bis 1.200 mm Statoraußendurchmesser – durchaus bezeichnet als Direktantriebe - erreichen Drehmomente bis zu einigen 10.000 Nm und treiben im Allgemeinen langsam drehend die Last direkt an. Anwendungen für Servoantriebe mit sehr kleinen Abmessungen bis hinunter zu 17 mm Statoraußendurchmesser werden auch heute noch vielfach mit der Gleichstrommotortechnik zum Teil mit Luftspaltwicklung abgedeckt. Bei der Entwicklung und Fertigung von Miniatur-Drehstrom-Servomotoren müssen neue Entwicklungs- und Fertigungsmethoden angewendet werden und dies nicht nur aus Kostengründen. Bei der sehr kleinen Elektromaschine liegt der Schwerpunkt des magnetischen Kreises auf vier Arbeitsgebieten:

  1. Dem Kupferlackdraht, dessen Untergrenze in der Lackisolation bei 50 μm liegt. Zusätzlich verliert dieser bei sehr kleinen Abmessungen an Leitwert.
  2. Die Korngrenzen der Elektrobleche mit 0,35 mm Blechdicke und deren Schädigung durch den Stanzvorgang, so dass Wärmehandlungen notwendig werden, um hohe Sättigungsinduktionen, geringen Magnetisierungsbedarf und geringe Eisenverluste zu gewährleisten.
  3. Die Isolation der Blechpakete erfolgt durch dünne galvanisch aufgetragene Schichten, da für konventionelle Isolationen mit Pulver und Flächenisolation der Bauraum fehlt.
  4. Permanentmagnete können nicht unterhalb einer Polbreite von 0,8 mm kosteneffektiv und prozesssicher gefertigt werden, woraus sich somit der minimale Rotordurchmesser von 4 mm als Untergrenze für die Servomotortechnologie ergibt.

Des Weiteren lassen sich verwendete Fertigungstechnologien, wie z. B. Schrauben, nicht ohne Weiteres verkleinern, so dass Fügeverbindungen wie Schweißen und Prägen den konstruktiven Aufbau bestimmen. Die Wickeltechnologie muss einen hohen Kupferfüllfaktor sicher stellen und natürlich auch weitestgehend automatisiert zu geringen Kosten beitragen. Bei sehr kleinen Servomotoren müssen darüber hinaus Lösungen für die Instrumentierung der Servomotoren mit Temperaturfühler, Bremse und Rotorlagegeber neu entwickelt werden. Die Welt der Miniatur-Drehstrom-Servomotoren wird innerhalb dieses Beitrags erläutert, und ein Einblick in die heute bekannten Technologiegrenzen wird aufgezeigt.

Referent: Carolin Ank  | WITTENSTEIN

- Seit 2009 bei WITTENSTEIN beschäftigt
- Duales Studium: Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor of Engineering)
- Seit 2012 tätig im Produktmanagement bei der Tochtergesellschaft WITTENSTEIN cyber motor GmbH

Referent: Dieter Bauch-Panetzky | WITTENSTEIN cyber motor

Herr Bauch-Panetzky ist seit 2001 bei WITTENSTEIN beschäftigt und leitet den Technischen Innendienst der Tochtergesellschaft WITTENSTEIN cyber motor GmbH.

11:40 Uhr
Produktivitätssteigerung durch Safe Motion: schnelles und effizientes Einrichten der Maschine gemäß der Norm DIN EN 61800-5-2 mehr
Lösungen für Safe Motion nach der DIN EN 61800-5-2 sind vielfältig und sorgen nicht nur beim Einrichten für eine bessere Maschinenzugänglichkeit.  Diese sind vom Maschinentyp abhängig, denn die eine „Universallösung“ gibt es nicht. Die Konzepte müssen entsprechend der Mechanik, der Geschwindigkeit und der notwendigen Betriebsarten angepasst werden. Das Wichtigste ist aber, dass die Maschine schnell und sicher zu bedienen ist, ohne dabei Abstriche an die gesetzlichen Vorschriften zu machen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Eine engere Mensch-Maschine-Interaktion bedarf neuer Safe-Motion Konzepte
  • Im Safe-Motion Bereich gibt es keine "Universallösungen"
  • Konzepte für mehr Produktivität und leichtere Bedienbarkeit

Referent: Holger Goergen | Pilz

Holger Goergen, geboren am 02.10.1966 in Wuppertal, hat an der Universität Wuppertal Elektrotechnik studiert. Von 2003 bis 2009 arbeitete er als Leiter des technischen Supports im Bereich Antriebstechnik bei Kollmorgen. 2009 wechselte er dort auf die Stelle des Produktmanagers für Servoumrichter. 2012 wechselte zur Tochtergesellschaft Deutschland Pilz, wo er bis 2014 als Vertriebsingenieur mit Schwerpunkt Sicherheitslösungen insbesondere den Bereich sichere Antriebstechnik PMC betreute. Seit 2015 zeichnet er als Business Development Manager Motion Control verantwortlich. Holger Goergen ist „Zertifizierter Maschinensicherheitsexperte“.

12:20 Uhr
Mittagspause & Ausstellung
13:40 Uhr
Hochkompakte Antriebe durch Integration der Elektronik in das Motorgehäuse bieten neue Möglichkeiten der Energieeffizienz mehr
Durch die Integration der Elektronik in das Motorgehäuse entstehen hoch kompakte und äußerst robuste Antriebe. Diese bieten neue Möglichkeiten um eine hohe Energieeffizienz bei kompakten Abmessungen zu erreichen. Eine gute Führung der Kühlluft sowie optimierte Kühlkörpergeometrien haben dabei das höchste Potenzial, die Leistungsfähigkeit eines Antriebs zu steigern. Durch multiphasige Schaltungstopologien und Maschinen sowie selektives Abschalten wird der Wirkungsgrad, gerade bei Teillast, deutlich gesteigert. Der Vortrag zeigt was möglich ist und wie diese Ansätze auf Entwicklungsprojekte in dieThemenfelder Leistungselektronik und Antriebstechnik übertragen werden können.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Holger Borcherding | Lenze SE

Seit 2003 leitet Professor Dr. Holger Borcherding die Lehrgebiete Leistungselektronik, elektrische Antriebstechnik und EMV an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Dort forscht er innerhalb des Instituts Future Energy mit einen Team von achtzehn wissenschaftlichen Mitarbeitern in den Gebieten der elektrischen Antriebstechnik, der Energieeffizienz in Produktionssystemen und der EMV von Leistungselektronik. Darüber hinaus ist der 52-Jährige seit Anfang 2011 der fachliche Leiter des Bereichs Innovation beim Antriebs- und AInsbesondere wird utomatisierungsspezialisten Lenze. Hier koordiniert er die interne und externe Forschung der Lenze-Gruppe. Prof. Dr. Borcherding studierte Elektrotechnik an der Universität Hannover, wo er 1999 auf dem Gebiet der Netzpulsstromrichter promovierte. Von 2000 bis 2003 war er als Entwicklungsleiter für Servoregler bei der Lenze Drive Systems GmbH in Hameln tätig.

14:20 Uhr
Störeinflüsse auf Messgeräte in Schaltschränken mehr
Die technologischen Weiterentwicklungen machen auch vor der Schaltschranktür nicht Halt. Doch diese Weiterentwicklungen bringen auch neue technologische Herausforderungen mit sich. Die Einflüsse auf hochpräzise Messtechnik, verbaut in Schaltschränken, kommen aus verschiedenen Richtungen. Temperatur und elektromagnetische Felder in verschiedenen Ausprägungen erschweren die präzise Ermittlung von Messgrößen. Die Normenlandschaft wird aus diesen Gründen auch regelmäßig aktualisiert und die Grenzwerte werden verschärft. Trotzdem müssen die Herstelller einen enormen Aufwand betreiben, um diese Einflüsse zu kompensieren. Aber auch von Seiten der Anwender können einfache Maßnahmen helfen, um die Performance und die Zuverlässigkeit der Messgeräte ohne erheblichen Aufwand zu steigern. Der Vortrag stellt mögliche Probleme und die entsprechenden Abhilfemaßnahmen dar.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Was sind die Herausforderungen an die moderne Messtechnik
  • Welche Einflussfaktoren ergeben sich beim Betrieb in einem Schaltschrank
  • Was sind mögliche Abhilfemaßnahmen
Referent: Klaus Ebinger | TURCK

Diplom-Ingenieur (FH) Klaus Ebinger hat Automatisierungstechnik studiert und ist seit 2005 bei der Hans Turck GmbH & Co. KG als Produktmanager tätig. Zunächst betreute Ebinger der Bereich Fluidsensorik, seit 2010 leitet er das Produktmanagement Interfacetechnik.

15:00 Uhr
Kaffeepause & Ausstellung
15:40 Uhr
Kontaktlose Strommessung erfasst HF-Gleichtaktströme und verhindert Schäden an Motorlagern und nachfolgendem Antrieb mehr
Rogowski-Stromsensoren werden häufig zu Messungen der Versorgungsqualität an Motorantrieben und als vielseitiges Messgerät an Leistungsumrichtern verwendet. Inzwischen werden diese Sensoren zunehmend zur Feststellung und Messung geringer hochfrequenter Gleichtaktströme in Motorantrieben verwendet. Die steigenden Schaltfrequenzen der Umrichter haben deren Wirkungsgrad verbessert, führen manchmal aber auch zu unerwünschten und nicht vorhergesehenen Problemen wie beschleunigten Hitzeschäden an Motorlagern oder steigender EMV-Störungen durch Traktionsantriebe.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Überblick über die Funktionsweise von Rogowski-Stromsensoren und die technischen Kompromisse für Messungen an Motorantrieben in Bezug auf elektrische Störsicherheit, hohe Bandbreite und hohe Empfindlichkeit zur Messung kleiner HF-Gleichtaktströme.
  • Anwendungsbeispiel 1: Beschreibung des Problems von Gleichtaktströmen, die durch Schaltvorgänge in frequenzvariablen Antrieben hervorgerufen werden und zu Lagerschäden führen können anhand von Messergebnissen aus einer realen Anwendung.
  • Anwendungsbeispiel 2: Beschreibung einer Anwendung an Traktionsantrieben bei der durch die Messung kleiner HF-Ströme die EMV-Konformität sichergestellt wurde.

Referent: Dirk Weber  | Admess für Power Electronic Measurements (PEM)

Dirk Weber beendete 1991 sein Studium der Informationstechnik an der TH Ilmenau als Dipl.-Ing. Nach seiner Tätigkeit als Vertriebsingenieur bei einem Messgerätehersteller ist er seit 1999 als Vertriebs- und Supportingenieur bei der ADMESS Elektronik GmbH tätig.

16:20 Uhr
Energieeffizenz durch Leistungsmessung: Fehlerfreie Bestimmung des Leistungsprofils von Antrieben in unterschiedlichen Anwendungen (Theorie und Praxis am Beispiel unterschiedlicher Messsysteme diverser Hersteller) mehr
Kurze Einführung wie Leistungsmessungen von der theoretischen Seite zu behandeln sind, sowie Betrachtungen zu Parametern, die je nach Applikation gemessen werden müssen. Die jeweiligen Entscheidungskriterien, welche Messungen wie durchzuführen sind, werden im Vortrag ausführlich dargelegt. Ergänzend dazu werden unterschiedliche Messsysteme (beispielsweise Leistungs- und Energie-Recorder, Netzanalysator, 3-Kanal-Leistungsmesser) vorgestellt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Welche Parameter müssen erfasst werden
  • Wie trifft man die richtige Auswahl
  • Was ist bei der Auswertung der Messungen zu beachten

Referent: Jürgen Baßfeld | dataTec

Jürgen Baßfeld arbeitet seit 2014 bei dataTec in Reutlingen im Vertriebsinnendienst. Im Bereich der Distribution berät er Kunden bei Pre- und Aftersale- Vorgängen. Insbesondere die Suche nach passenden Lösungen für den Kunden zeichnet dataTec AG aus. Nach der Ausbildung im Handwerk und der Weiterbildung zum staatl. geprüften Nachrichtentechniker und technischem Betriebswirt (IHK/RT), war er viele Jahre in der Messtechnik bei Wandel & Goltermann beschäftigt. Seinen Erfahrungsschatz konnte er in verschiedenen Positionen und Branchen erweitern. Neben der Beratung in den Bereichen Oszilloskopen, Multimeter, Netzteile beschäftigt er sich in seinem jetzigen Gebiet mit der Messwerterfassung und der Erarbeitung von Lösungen zur Leitungsmessung.

17:00 Uhr
Ende des 2. Veranstaltungstages
19:00 Uhr
Abendveranstaltung im Hofbräukeller Würzburg

Donnerstag, 6. April 2017

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:50 Uhr
Begrüßung zum 3. Tag mit Ausstellung: Intelligente Sensoren, Software & Simulation
09:00 Uhr
Trends & Herausforderungen: sensorlose und sensorbehaftete Antriebe mehr
Die Regelung elektrischer Antriebe erfordert die Erfassung des Rotorwinkels, was in der Regel über einen an der Welle angebrachten Lagegeber erfolgt. Alternativ kann der Rotorwinkel indirekt über die Messung elektrischer Größen erfasst werden, vorausgesetzt das Modell des Motors ist bekannt. Diese sensorlosen Methoden werden seit längerer Zeit untersucht und eröffnen große Möglichkeiten. In diesem Vortrag wird zunächst das Betriebsverhalten bezüglich der Dynamik und der Genauigkeit von sensorbehafteten Antrieben für unterschiedliche Gebertypen ausgewertet. Anschließend wird eine Einleitung in die sensorlosen Methoden gegeben, mit der Analyse der Möglichkeiten und Einschränkungen im Vergleich zu den sensorbehafteten Methoden. Abschließend wird dargestellt, wie die für den sensorlosen Betrieb aufgenommenen Signale auch zum Condition Monitoring des Motors ausgewertet werden können.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Betriebsverhalten der sensorbehafteten Antriebe bei unterschiedlichen Sensortypen
  • Möglichkeiten und Einschränkungen der sensorlosen Antriebe
  • Condition Monitoring als Zusatzleistung der sensorlosen Antriebe
Referent: Prof. Dr.-Ing. Roberto Leidhold | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

1995:Universitätsabschluss in Elektronik an der Universidad Nacional de Cordoba, Argentinien
1996-2004: Forschungsstipendiat an der Universidad Nacional de Rio Cuarto und Universidad Nacional de La Plata, Argentinien
2003: Promotion in Elektrotechnischer Ingenieurwissenschaft an der Universidad Nacional de La Plata, Argentinien.
2005-2006: Forschungsstipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung zur Durchführung eines Forschungsvorhabens am Institut für Stromrichtertechnik und Antriebsregelung der TU-Darmstadt
2006-2010: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU-Darmstadt
2009: Vertretungsprofessur für das Fachgebiet Antriebstechnik an der Universität Kassel
2010: Vertretungsprofessur im Institut für Stromrichtertechnik und Antriebsregelung an der TU-Darmstadt
seit 2011: Professur für Elektrische Antriebssysteme an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

09:40 Uhr
Herausforderungen und Lösungsansätze für die geberlose Regelung von Synchronmaschinen: aktuelle Probleme in der Anwendung und Lösungen u.a. mittels Quadratinjektion, die eine sehr recheneffiziente Anisotropiedetektion ermöglicht mehr
Energieeffiziente und performante Verfahren zur Regelung der Synchronmaschine benötigen die Rotorlageinformation. Diese wird üblicherweise durch einen Drehgeber gemessen oder kann alternativ durch sogenannte geberlose Verfahren berechnet werden. Geberlose Verfahren zeichnen sich durch hohe Robustheit und geringe Kosten aus, da keine zusätzliche Hardware benötigt wird. Trotz dieser offensichtlichen Vorteile ist die Verbreitung geberloser Verfahren für den gesamten Drehzahlbereich gering. Gründe hierfür finden sich in der fehlenden Generalität der Verfahren, in Problemen hinsichtlich der Strommessung, in den Anforderungen an den Antriebsrechner, in störenden Zusatzgeräuschen, in reduzierten Lastgrenzen, in reduzierter Dynamik bei kleinen und mittlerer Drehzahlen und im hohen Aufwand und Risiko für das jeweilige Projekt. Im Vortrag werden der verfügbare Stand der Technik zur Begegnung dieser Probleme beleuchtet und neuartige Lösungsstrategien diskutiert. Dabei wird insbesondere ein sehr einfaches und recheneffizientes Verfahren zur Rotorlageidentifikation im unteren Drehzahlbereich vorgestellt.
Referent: Dr.-Ing. Peter Landsmann | Bitflux

Mitgründer der Fa. Bitflux, welche aus einem Wissenschaftlerteam der TU-München hervorgegangen ist.

10:20 Uhr
Kaffeepause & Ausstellung
11:00 Uhr
Über die Erwärmung von Motoren in Handgeräten mehr
  • Motoren für Handgeräte soll man überdimensionieren.
  • Ansteuerung beachten: Eine Reduktion der Versorgungsspannung und Zusatzinduktivitäten helfen gegen übermässige Erwärmung.
  • In der Praxis spielt der Arbeitszyklus (Dauer, Drehzahl) eine entscheidende Rolle.

Motoren können mehr als 100°C heiss werden. Kein Chirurg würde gerne mit einem so heissen Handgerät operieren, nicht mal, wenn es sich nur halb stark erhitzen würde. Zwei Hauptverlustquellen heizen den Motor auf: Stromwärmeverluste und Wirbelstromverluste, die beide durch die Ansteuerung negativ beeinflussbar sind.
Die Stromwärmeverluste sind mit dem zum Strom proportionalen benötigten Lastdrehmoment verknüpft. Lässt man Motoren nur beim halben Nennstrom laufen, ergeben sich moderate Temperaturen (typisch unterhalb 50°C), die besser zur menschlichen Haut passen. Die Eisenverluste sind mit der Drehzahl gekoppelt. Die Wirbelstromverluste steigen quadratisch mit der Drehzahl an. In Handgeräten kann dies bei hochdrehenden Schleifern und Fräsern zum Problem werden.
Motorerwärmung ist nicht nur eine Frage von Drehmoment und Drehzahl, sondern auch von PWM-Ansteuerung und der Einstellung der Regelparameter. Der Vortrag beleuchtet diese drei Beiträge zur Motorerwärmung, die gegenseitigen Abhängigkeiten und Lösungsstrategien.
Referent: Dr. Urs Kafader | maxon motor

Physikstudium an der ETH Zürich. Promotion an der UHA in Mulhouse (F) dann als Postdoc an der ETHZ. Seit 20 Jahren technische Schulungen und Seminare für die maxon motor ag über die Funktionsweise und den Einsatz von Kleinstantriebsystemen. Autor des Fachbuchs „Auslegung von hochpräzisen Kleinstantrieben“.

11:40 Uhr
Die Eigenschaften von Positionsgebern und Regelstrukturen sowie ihre Relevanz für Closed-Loop-Anwendungen bei Kleinantrieben mehr
Geregelte Kleinantriebe enthalten nebem dem Motor typisch einen Positionsencoder und eine Ansteuerelektronik. Anwender stehen dabei vor einer Vielzahl von Entscheidungen auf der Suche nach dem am besten geeigneten System. Der Vortrag baut ausgehend von typischen Anforderungen an Kleinantriebe einen Lösungsbaum auf. Unterschiedliche Gebersysteme - inkremental oder absolut, magnetisch oder optisch und verschiedene Ansätze für Reglerstrukturen werden mit ihren Kerneigenschaften vorgestellt. Die Einflüsse der unterschiedlichen Geber und Reglerstrukturen werden direkt an einem einfachen Demonstrationsaufbau vorgestellt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Überblick über Positionsgebertechnologien und ihre Kerneigenschaften
  • Einfluss von Positionsgebern auf die Closed Loop Performance
Referent: Dr. Andreas Wagener | Dr. Fritz Faulhaber

Nach dem Studium der elektrischen Antriebstechnik in Erlangen erfolgte die Promotion an der Universität Ulm zum Energiemangement von hybriden Pkws. Daran schlossen sich ab 2002 fünf Jahre bei dSPACE im Bereich HIL Testsysteme für diverse automotive Kunden an. 2007 wechselte Dr. Wagener in die Entwicklung der Dr. Fritz Faulhaber GmbH in Schönaich. Nach einigen Jahren mit Projektveranwortung für Positioniersteuerungen leitet er dort inzwischen die Elektonikentwicklung.

12:20 Uhr
Mittagspause & Ausstellung
13:40 Uhr
Wie reagieren Geberhersteller auf sensorlose Systeme und wie lassen sich intelligente Feedback-Systeme platz- und kostensparend integrieren?
Referent: Michael Scalet | Fritz Kübler
14:20 Uhr
Intelligente Sensoren mit IO-Link-Schnittstelle für Anwendungen im Umfeld Industrie 4.0 am Beispiel Formatumstellung und Losgröße Eins. Das Referat diskutiert die Einordnung und den Nutzen für die Praxis. mehr
IO-Link ist eine universelle Anschlußtechnologie für Sensoren und Aktoren. Die Teilnehmer erfahren, wie sie diese Technologie am Beispiel der Formatumstellung nutzen können. Dabei werden die Vorteile und auch die Grenzen des Systems in Theorie und Praxis diskutiert. Danach begleiten wir eine Maschine von der Entwicklung, über die Montage und Endkontrolle, bis zur Auslieferung und Inbetriebnahme beim Kunden. Hierbei werden die Möglichkeiten vorausschauender Wartung aus Hersteller- und Anwendersicht gezeigt. Abgerundet wird der Vortrag durch eine Zusammenfassung und einen kurzen Ausblick in die Zukunft.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Einsatzmöglichkeiten und -grenzen von IO-Link in der Formatumstellung
  • Vorausschauende Wartung als Chance für Hersteller und Anwender/Betreiber
Referent: Hartmut Unverricht | Balluff

Hartmut Unverricht, Jahrgang 1967, ist seit 2014 bei der Fa. Balluff GmbH im Bereich der Wegmessung tätig. Dort ist er Produktmanager für magnetkodierte Wegmesssysteme mit Schwerpunkten in der Vermarktung und linearen Antriebstechnik verantwortlich. Nach seinem Studium der Elektrotechnik an der Berufsakademie Stuttgart mit dem Abschluß Diplom-Ingenieur (BA) war er ab 1991 bei der Fa. Hewlett-Packard GmbH (später Agilent Technologies GmbH) im Bereich Medizintechnik mit Schwerpunkt internationaler Produkttransfers tätig. Ab 1998 übernahm er Projektleiteraufgaben für SAP- und Infrastrukturprojekte. 2004 folgte Einstieg bei Fa. Hirschmann Automation and Control GmbH (später Belden Deutschland GmbH), wo er bis zu seinem Wechsel zur Fa. Balluff GmbH als Produktmanager für kundenspezifische Lösungen und für industrielle Seriensteckverbinder verantwortlich war.

15:00 Uhr
Kaffeepause & Ausstellung
15:40 Uhr
Offene Ein-Kabel-Technologie mit BiSS Line mehr
Die Ein-Kabel-Technologie bietet viele Vorteile bei Motor-Feedback Anwendungen.
Die BiSS Schnittstelle hat sich seit der Einführung 2002 als offene, standardisierte Sensor-Schnittstelle weltweit etabliert. Die BiSS User Community stellte auf der SPS 2016 das BiSS Line Protokoll als erste offene Schnittstelle für Ein-Kabel-Technologie vor. BiSS Line nutzt vollständig die bereits vorhandenen Ein-Kabel-Infrastruktur, also Kabel, Verbindungstechnik, RS485 Physical Layer mit Basisband Übertragung und Energieversorgung des Sensors. BiSS Line bietet eine 100 % kompatible Protokollumsetzung von BiSS C und BiSS Safety. Das BiSS Line Protokoll bietet mit der Forward Error Correction eine robuste Übertragung und einen hochgenauen Positionserfassungszeitpunkt. Antriebssysteme werden, ohne Hardwareänderung, lediglich mit Software/ Firmware Erweiterung BiSS Line fähig.
BiSS Line ermöglicht somit offene, robuste und effektive Ein-Kabel-Lösungen für eine zeitnahe Markteinführung.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
#1: BiSS Line ist ein offener Ein-Kabel-Technologie Standard für rein digitales Motor-Feedback.
#2: BiSS Line basiert auf BiSS und nutzt vorhandene Hardware, Sensoren, Kabel und Verbindungstechnik.
#3: BiSS Line bietet hohe Störabstände, codierter Erfassungszeitpunkt und Forward Error Correction.

Referent: Marko Hepp | iC-Haus

Marko Hepp, Dipl.- Ing. (FH) studierte an der FH-Bingen Elektrotechnik und begann 1997 bei iC-Haus als Automatisierungsingenieur im Sondermaschinenbau für die Fertigung und Kontrolle von Opto-Sensoren. Im ASSP-Vertrieb ist er heute zuständig für die Betreuung von Industrie-Applikationen wie Laserdiodentreiber, Leitungstreiber, Sensorinterfaces, optische Sensoren, BiSS-Interface, BiSS Line und BiSS Safety Support.

16:20 Uhr
Simulation eines sensorgeregelten DC-Motors mit PSpice und Hardware in the Loop (HIL): Mit der PSpice-Simulation können Parameter des Algorithmus zur Motorregelung auf das Gesamtsystem mit dem echten Verhalten des Motors angepasst werden mehr
Heutzutage müssen mehrere Anforderungen in den modernen Schaltungen erfüllt werden, was eine exponentielle Zunahme der Komplexität der Entwicklung verursacht. Dies verbunden mit der Tatsache, dass in System Designs mehrere Module, Signale und Daten berücksichtigt werden sollen, verursacht, dass es eine Herausforderung ist, die ganzen Steuer Control Algorithmen zu überprüfen.

In dieser Arbeit stellt der Autor eine Simulation vor um den Kontrollalgorithmus von einem DC Motor zu analysieren. Die Kontrollsignale werden von einem Arduino Board in PSpice übertragen, wo sie ausgeführt werden um verschiedene Eigenschaften eines DC-Motors zu ändern. Um das zu erreichen wird das Arduino Board in PSpice mit einem Virtual Prototype modelliert damit die verschiedenen Sensorsignale durch ein USB Protokoll in PSpice gesendet werden, wo der Steuerkontrollalgorithmus in C/C++ beschrieben wird, um die verschiedenen Anforderungen des Systems zu verifizieren.

Referent: Roberto Gandia | FlowCAD

1/2014 – 4/2014: Praktikum in “Physics and Computer Arquitecture Department and Center of Operation Research Department” an der Universität Miguel Hernández von Elche.
• Projekt 4: “Analysis and design of tools for the simulation of Network Coding and Erasure Channel”.
15/01/2015: Applikationsingenieur Spezialist OrCAD PSpice bei FlowCAD EDA Software Vertriebs GmbH.

17:00 Uhr
Ende des 3. Veranstaltungstages

>> Das komplette Programm ansehen


Hat Ihnen ein Thema gefehlt?

Bitte lassen Sie uns wissen, wenn ein interessantes Thema nicht im Programm vorzufinden ist. Anregungen und Wünsche nehmen wir gerne per E-mail an catharina.hille@vogel.de entgegen.

Business Sponsoren/Aussteller

Aussteller